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Autor Thema: Vorlage oder Eigenkreation  (Gelesen 1732 mal)

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Offline Nonam

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Vorlage oder Eigenkreation
« am: Sonntag 31 Januar 2010 um 21:06 Uhr »
Mich würde interessieren, ob ihr eine Vorlage benutzt, eigene Ideen umsetzt, oder von einer Vorlage ausgehend ein neues Bild schafft.
Woran liegt das?
Dabei geht es nicht um Auftragsarbeiten, sondern um das, was ihr für euch zeichnet.

Bei mir sind 90 % meiner Bilder ausschließlich aus dem Kopf stammend. Wenn ich etwas im Kopf habe und nicht weiß wie es wirklich aussehen würde,
schaue ich auch nach Vorlagen, die mir eine Vorstellung davon vermitteln, wie etwas richtig ist.
Manchmal habe ich das Gefühl, ich würde mehr lernen, wenn ich öfters von Vorlagen abzeichnen würde, aber dazu gibt es in mir zuviel, was "raus" muss.

Offline Nightmage

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« Antwort #1 am: Sonntag 31 Januar 2010 um 21:16 Uhr »
Ich zeichne auch bevorzugt aus dem Kopf ohne Vorlagen ab.
Vorlagen benutze ich eher selten, wenn mich ein ganz bestimmtes Motiv / Pose / Mimik etc. reizt.

Nichtsdestotrotz sammel ich viele verschiedene Bilder und seien sie nur als Inspiration (Bilder von anderen Künstlern sowie diverse Fotos).

Realistischer werden meine Zeichnungen zwar, wenn ich von Vorlagen abzeichne, aber es macht mir einfach viel mehr Spaß Gedanken zu Papier zu bringen, als etwas, was ich schon vor Augen habe. ;)
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Offline sternschnuppe

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« Antwort #2 am: Sonntag 31 Januar 2010 um 21:42 Uhr »
Ach, wie gerne würde ich Ideen, die ich im Kopf habe, auf's Papier bringen können - aber ich kann es nicht. Daher brauche ich Vorlagen.
Die zeichne ich aber nicht 1:1 ab. Vorlagen sind nur Anregungen für mich.

Offline Bettina

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« Antwort #3 am: Sonntag 31 Januar 2010 um 23:25 Uhr »
Ich mache meist Fotos von den Motiven, die mir gefallen und irgendwann nutze ich sie für meine Bilder, mal so wie sie sind, mal ein Ausschnitt oder nur einen Teil mit etwas anderem kombiniert. Wenn ich eine "Draußenmalerin" wäre, könnnte ich mir manche Fotos sparen.
Meine Portraits sind ausschließlich Vorlagen.
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Offline Papajupe

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« Antwort #4 am: Montag 01 Februar 2010 um 02:00 Uhr »
Ist Total verschieden bei mir ...............Vorl agen sind zum Teil nur eine Inspiration für meine Bilder. Bei den Aufträgen war das meisstens so das es eigene Bilder waren, die andere in ähnlicher Form haben wollten.

Offline BlueThunder

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« Antwort #5 am: Montag 01 Februar 2010 um 17:46 Uhr »
Hmmm bei mir liegt es daran, auf was ich Lust hab.
Oft hab ich einfach das Bedürfniss was zu malen, und vllt was für mich damit auszudrücken...auch wenn andere das nicht sehen. Dann hab ich keine Vorlage.
Aber wenn ich einen Auftrag male, hab ich bis jetzt immer eine Vorlage gehabt, oder wenn ich einfach ein Bild sehe, was mit total gefällt, und ich schauen will, ob ich da auf Papier bannen kann...
 :))
Derletzt im Kunstunterricht, mussten wir beides kombininierne... das zeig ich später mal^^
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« Antwort #6 am: Montag 01 Februar 2010 um 18:06 Uhr »
zum Üben eignet sich eine Vorlage einfach am besten, alles andere ist bei mir frustrierend  :))
In letzter Zeit habe ich ein paar Übungen begonnen, Dinge vom Objekt direkt abzuzeichnen, aber das muss ich echt noch mehr üben.
Ich finde aber, es gibt nichts frustrierenderes als eine gute Bildidee die man einfach nicht umsetzten kann und die Bilder alle Mülleimerqualität haben, genau deshalb habe ich zunehmend mich an Vorlagen orientiert.
Aber davon will ich jetzt mal endlich weg, auch wenn ich nicht leugnen will, dass mir Realismus Spaß macht und mir das mit Bleistift auch meistens gut gelingt.

Und wenn man sich bei im Kopf entstandenen Ideen trotzdem mal das ein oder andere Foto sucht, finde ich das völlig legitim, um komplett Dinge aus dem  Kopf wieder zu geben braucht man eine wahnsinnig gute Vorstellungskraft und letztendlich zählt doch eh das Bild, ob mit oder ohne ein paar Fotovorlagen ;)

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« Antwort #7 am: Donnerstag 04 Februar 2010 um 11:54 Uhr »
Für mich zeichne ich am aller-, allerliebsten aus dem Kopf - Vorlage dabei nur, wenn ich wirklich grade an ein Problem stoße, wo ich nicht mehr sicher bin.

Das heißt aber nicht, dass ich nicht gerne nach Vorlage zeichne, aber ich brauche einen Grund dafür. Es ist eine unheimlich gute Übung. Darum mache ich Zeichenaufträge für neue Herausforderungen, an die ich mich sonst vielleicht nicht gesetzt hätte.

Offline chilloutone

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« Antwort #8 am: Sonntag 14 Februar 2010 um 17:18 Uhr »
seeeeehr unterschieldich bei mir.. wenn ich ein bild sehe und es mir richtig gut gefällt nutze ich es als vorlage... aber wenn ich eine idee habe setze ich sie sofort um, habe aber das fertige bild nie im kopf...
Das Empfinden für Schönheit wurde anerzogen.

Offline Bettina

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« Antwort #9 am: Montag 15 Februar 2010 um 19:20 Uhr »
Ich lerne gerade von meinem Vorlagen nur noch das Wesentliche zu verwenden damit eine gelunge Bildkomposition zustande kommt.
Realität ist da manchmal störend.
Da ich ja realistisch malen möchte, muß ich lernen, dass das nicht bedeutet, eine Fotovorlage muß 1:1 umgesetzt werden, sondern eher, das ich das Bild "stimmig" hinbekommen muß
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Offline Mondstaub

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« Antwort #10 am: Samstag 17 April 2010 um 20:22 Uhr »
Mir geht es umgekehrt, ich zeichen lieber nach Vorlagen, weil ich nicht so konkrete Vorstellungen habe, etwas zu Papier zu bringen bzw. recht phanthasielos bin  :( Wenn ich hoffentlich mal später durch Übung etwas fitter geworden bin, werde ich versuchen, evtl. zwar Vorlagen zu benutzen, das Motiv aber nach eigenen Vorstellungen etwas zu verändern ... keine Ahnung, ob mir das gelingen wird, aber jetzt muss ich nach Jahren ohne Übung erst mal wieder einkommen  8)

Offline Gerdo

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« Antwort #11 am: Donnerstag 22 April 2010 um 22:34 Uhr »
Ich zeichne fast ausschließlich aus dem Kopf, und nutze Vorlagen höchstens als Hilfestellungen um komplizierte Bewegungsabläufe oder Bildkomponenten besser umsetzen zu können,

Offline talija

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« Antwort #12 am: Mittwoch 05 Mai 2010 um 10:19 Uhr »
Kommt drauf an, was man unter Vorlagen versteht.
Die netten Vorlagenheftchen vom Handel, die man nur noch abpauschen muss verwende ich nicht.
Allerdings lasse ich mich gerne von Bildern anderer Künstler anregen. Hab auch schon welche abgemalt, weil ich sie so toll fand. Aber es kommt auch hier immer was eigenes heraus. Während des Malens übernimmt mein Pinsel einfach die Führung und gestaltet das Bild (mehr oder weniger) zu was Neuem um. Kennt ihr das auch?

Aber im Regelfall fang ich einfach mit einer Farbe an und warte ab was passiert. Das macht total Spaß und ich freu mich dann immer schon drauf was am Ende rauskommt. Und meist überrascht es mich dann selbst.
Planen tu ich relativ wenig. So mit Skizze und da soll das Bild hingehen, das wird mir zu schnell langweilig.

Offline sternschnuppe

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« Antwort #13 am: Sonntag 12 September 2010 um 12:17 Uhr »
Greifen wir doch dieses Thema noch einmal auf.

Folgender Kommentar:

Abzeichnen ist immer so eine Sache. Wenn man Fotos als Vorlagen benutzt, dann hat der Kopf noch immer die Arbeit, das, was auf dem Original in Flächen dargestellt ist, in Linien zu übertragen. Bei schon gezeichneten Vorlagen entfällt das komplett und das, was eigentlich die Schwierigkeit am Zeichnen ist - nämlich etwas Dreidimensionales in zweidimensionalen Linien wiederzugeben - muss man garnicht mehr machen. Daher hat das Abzeichnen von bereits gezeichneten Bildern in meinen Augen nicht viel mit richtigem Zeichnen lernen zu tun. Man nimmt sich dadurch ja auch jede Chance, einen eigenen Stil zu entwickeln.

Falls es dir schwer fällt, komplett aus dem Kopf anzufangen, kann ich dir nur raten, erst einmal auf Fotos als Vorlage umzusteigen, dabei bekommt man auch viel besser die menschliche Anatomie mit (die im Mangastil ja durchaus auch auf der Realität beruht; man kann ja zB auch ein Foto für den Körper benutzen, und sich beim Kopf trotzdem an einer Vorlage im Mangastil orientieren). Oder du nimmst dir eine Vorlage für die Pose, aber veränderst erst einmal Kleidung, Gesicht, Frisur (nicht Haarfarbe ^^) und andere Kleinigkeiten und steigerst immer weiter die Eigenleistung.

Da sind einige nützliche Tipps bei [daumen-rauf] (Änderung Kleidung etc), denn so entsteht ein ganz eigenes Bild.

Aber so allgemein würde ich persönlich nicht sagen, dass man vom Abzeichnen nicht das Zeichnen erlernt.
Ich denke schon, dass es hilfreich sein kann. Nur nach und nach entwickelt man einen eigenen Stil (nur wenige haben diesen von Beginn an). Wobei man beim Abzeichnen eben immer das Urheberrecht beachten muss).

Es gibt ja nun verschiedene Möglichkeiten ein Bild zu erschaffen:
- Das reine Abzeichnen
- Das Orientieren an Vorlagen und Einbringen neuer Ideen oder eine neue Zusammensetzung
- Das Zeichnen nach Eigenkreation

Wenn man abzeichnet, also 1:1, dann ist wie gesagt stets das Urheberrecht zu beachten. Das Werk darf nicht als Eigenes präsentiert werden.

Bei Zweitem wird ja etwas Eigenes geschaffen. Als Vorlage können Bilder dienen oder auch Fotos. Ich persönlich finde es dabei egal, ob man nun Fotos nutzt oder Bilder - man lernt. Dahingehend stimme ich mit Fjoergynns Aussage nicht überein (muss ich ja auch nicht, Meinungen sind verschieden) ;)

Die dritte Variante finde ich persönlich ganz toll. Es zeigt, dass derjenige sehr kreativ ist und Bilder auf das Papier bringen kann, die er im Kopfe sieht.
Dazu gehöre ich leider nicht. Ich orientiere mich an Vorlagen.

Aber ganz allgemein gefragt ... das hatten wir im alten Forum schon als Thema:

Kann man zeichnen durch abzeichnen lernen?

Wie sind die aktuellen Meinungen?
« Letzte Änderung: Sonntag 12 September 2010 um 12:19 Uhr von sternschnuppe »

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« Antwort #14 am: Sonntag 12 September 2010 um 12:44 Uhr »
Vielleicht haben wir da einfach verschiedene Vorstellungen, was "richtig zeichnen können" heißt. Für mich bedeutet das nichts anderes, als etwas (mehr oder weniger) naturgetreu darstellen zu können, ohne dass man es direkt als Vorlage vor sich sieht. Und das lernt man tatsächlich nur, wenn man auch ohne Vorlagen übt. Anders ausgedrückt: Jemand, der immer Vorlagen nutzt (und diese weitgehend komplett kopiert), kann nicht irgendwann ohne Vorlagen ein stimmiges Bild zeichnen.

Ich rede übrigens nicht davon, dass man alles komplett aus dem Kopf zeichnen können muss. Aber richtig zeichnen können, das hat für mich damit zu tun, dass man ein Bild im Kopf hat und das dann umsetzen kann. Und zwar ohne entweder lange nach Vorlagen zu suchen, die möglichst genau das zeigen, was man zeichnen möchte oder das, was man eigentlich im Kopf hatte, zur Hälfte oder mehr zu verwerfen, weil man eben die richtige Vorlage nicht findet.
Ich finde es dagegen richtig und gut, wenn man sich Hilfe für bestimmte Teile eines Bildes holt. Wenn ich bei einer Pose nicht sicher bin, suche ich mir ein Foto (oder mache eins) und orientiere mich daran. Aber das dann eben nur als Hilfe, um mein Bild besser umzusetzen, nicht, weil ich ein anderes Bild kopieren möchte.
 
Trotzdem muss ich mich ein wenig korrigieren: Tatsächlich finde ich auch, dass man durch Abzeichnen viel lernen kann und sogar muss, wenn man irgendwann aus dem Kopf zeichnen können möchte. Man muss sich schließlich irgendwie damit beschäftigen, wie die Dinge aussehen. Studien von Fotos oder realen Objekten sind daher wirklich sehr wichtig, aber wie ich schon geschrieben habe, verliert sich beim Abzeichnen von schon gezeichneten Bilder ein bisschen der Lerneffekt: Man muss nicht mehr in Linien abstrahieren, die Arbeit hat schon jemand anders gemacht - außerdem übernimmt man unter Umständen auch noch Fehler aus dem Original.
So oder so, für mich sind all solche Sachen einfach Übungen und keine Kunstwerke, die ich anderen als "mein Bild" präsentieren würde - es sei denn, aus der Übung wird doch noch ein Bild mit viel Eigenleistung, indem ich noch mehr drumherum zeichne  ^-^

Das mit dem eigenen Stil war aber direkt auf das 1:1-Abzeichnen von Bildern im Mangastil bezogen. Klar, wenn man nicht alles kopiert, entwickelt sich ein eigener Stil. Aber wenn man es doch tut, dann versucht man ja meistens, das Original wirklich genau nachzuahmen ;)

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« Antwort #15 am: Sonntag 12 September 2010 um 19:09 Uhr »
Ich finde, es kommt wie du sagst, darauf an, WIE ich es kopiere. Ich kann ja nur einige Dinge übernehmen oder mich nur inspirieren lassen.
Früher hab ich viele Pferde 1:1 abgemalt und ich bin der Meinung das es mir geholfen hat, irgendwann selbständig daraus Motive zu machen. Weil amn rigendiwe erst "reinkommen" muss, um weiter zu kommen.
Aber mir geht es da auch so: Wenn masn sie selber erdacht hat und dann noch zufriedenstellend gemalt hat, dann ist das für mich auch eher ein Bild auf das ich auch n bisschen Stolz sein kann, auch wenns sichs blöd anhört :D
Macht mir auch mehr Spaß.
Nur beim Porträtzeichnen wäre das etwas schwieriger, sich nicht ans Foto zuhalten, vorausgesetzt der Kunde will ein realistisches Poträt. Und wenn das gelingt, ist es ja auch Kunst, finde ich. Vor allem dann in der Technik, etwas eigenständiges zu machen, wobei man immer noch die Person erkennt, finde ich faszinierend.
Kommt eben immer ganz drauf an.
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« Antwort #16 am: Sonntag 12 September 2010 um 21:37 Uhr »
Zitat
Früher hab ich viele Pferde 1:1 abgemalt und ich bin der Meinung das es mir geholfen hat, irgendwann selbständig daraus Motive zu machen. Weil amn rigendiwe erst "reinkommen" muss, um weiter zu kommen.
Klar, Pferde sind ja auch was anderes als Mangafiguren. Selbst wenn du kein Foto als Vorlage hast, sondern ein realistisch gezeichnetes oder gemaltes. Vergleich mal diese Bilder:
http://www.illustration-online.com/images/archive/image-colour-horse-b-medium.jpg
http://thedaoofdragonball.com/blog/wp-content/uploads/2009/10/son-goku-as-a-child.jpg

Beim Pferd musst du dir noch selbst überlegen, welche Linien du zeichnest, weil du nicht von Anfang an so detailliert arbeiten kannst wie auf der Vorlage. Beim anderen Bild kannst du einfach munter die Linien kopieren, die die Vorlage dir schon liefert, die Eigenleistung und damit der Lerneffekt sind also deutlich geringer.

Zitat
Nur beim Porträtzeichnen wäre das etwas schwieriger, sich nicht ans Foto zuhalten, vorausgesetzt der Kunde will ein realistisches Poträt. Und wenn das gelingt, ist es ja auch Kunst, finde ich. Vor allem dann in der Technik, etwas eigenständiges zu machen, wobei man immer noch die Person erkennt, finde ich faszinierend.
Porträtzeichnen ist so eine Sache. Viele machen es vom Foto - ich auch zur Übung - aber zum Beispiel bei Bewerbungen auf Kunsthochschulen wird Wert darauf gelegt, dass man es vom lebenden Modell macht. Das hat den Grund, dass man dabei viel freier arbeitet und ein lebendigeres Bild entsteht, da man die Person in der Realität ein bisschen vielschichtiger einfangen kann als auf einem starren Foto. Daher bin ich auch hier der Meinung, dass vom Foto abgezeichnete Porträts zur Übung gut sind, aber am Ende nicht so sehr Kunstwerk sind sind wie ein vom Modell gezeichnetes Bild (das ist ja auch um einiges schwieriger).

Offline BlueThunder

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« Antwort #17 am: Montag 13 September 2010 um 08:31 Uhr »
Gut, die Vorlage mag schon etwas schlichter sein, bei dieser Mangafigur, aber ich denke es hat schon auch den Effekt, dass wenn man sie ein paar mal abmalt, das man sie dann besser kennt, und dann auch selbständig besser wieder geben kann.Dragon Ball sind ja vom zeichenstil eher schlichte Mangas, es gibt ja auch weit aufwenigere Motive. Auch wenns eine ganz andere Zeichenart ist. Keine Frage.
Eine schwere Übung wäre sicher dann, einne echten Menschen, wie du gesagt hast, als Manga zu malen. Dafür braucht man vorher sicher viel Übung.

Ja da hast du vollkommen recht, vom Modell ist es echt schwerer, und ich hab da großen Respekt vor. Nur hat man leider seltener die Möglichkeit zu, vom lebenden Modell zu malen.
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« Antwort #18 am: Montag 13 September 2010 um 10:38 Uhr »
Gut, die Vorlage mag schon etwas schlichter sein, bei dieser Mangafigur, aber ich denke es hat schon auch den Effekt, dass wenn man sie ein paar mal abmalt, das man sie dann besser kennt, und dann auch selbständig besser wieder geben kann.
Ja, dieses Motiv kann man dann wahrscheinlich aus dem Kopf zeichnen. Aber eben auch nur das, und wenn der Arm anders gehalten werden soll, wird es schon sehr schwierig - das habe ich schon bei vielen Leuten gesehen ;)
Wenn du allerdings solche Vorlagen benutzt wie das Pferd, dann lernst du dabei schon, etwas von einer relativ dreidimensionalen Ansicht in Linien zu übertragen und das schult das Auge auch direkt für unbekannte Motive.
Das gilt auch für aufwendigere Manga- oder Comicstile, das Problem liegt einfach daran, dass man Linien kopiert und keine Formen übertragen muss.


Zitat
Ja da hast du vollkommen recht, vom Modell ist es echt schwerer, und ich hab da großen Respekt vor. Nur hat man leider seltener die Möglichkeit zu, vom lebenden Modell zu malen.
Eigentlich stimmt das nicht, denn z.B. Leute, die am PC sitzen, sitzen da meistens ziemlich lange ohne große Bewegung und wenn man nicht alleine wohnt, kommt es ja relativ häufig vor, dass man so jemanden in seiner Nähe hat. Auch beim Fernsehen oder Videospielen hat man häufig ziemlich unbewegte Modelle vor sich, man muss nur mal darauf achten und die Gelegenheit nutzen  ^-^
Immer das gleiche Modell wird zugegebenermaßen irgendwann langweilig, aber man hat ja auch mal Freunde da oder kann in der Perspektive variieren.

Offline BlueThunder

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« Antwort #19 am: Montag 13 September 2010 um 20:45 Uhr »
Hm naja, aber wenn ich ein Pferd abmale, kann ich auch nur die Linien übertragen, etwa die Äußere Körperlinien.. andersrum kann ich eine Mangafigur auch in geometrischen Körper darstellen... Weil ein Foto von nem Pferd is im Prinzip ja auch nur 2 Dimensional...
oder vielleicht versteh ich nicht ganz wie das meinst, kann auch sein [pfeif]  [keine-ahnung] dann sorry^^

Gut das stimmt, das gibt sicher auch coole Motive, aber so ein Foto von einem Modell in nem besonderen Licht oder so, sind Sachen, wo ich nur auf Fotos zurückgreifen kann. Aber stimmt schon, kommt immer drauf an was man zeichnen will und auf was man Wert legt dann [doppe-daumen]
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