Imposter Syndrom?

  • Huhu, ich habe mal eine philosophische Frage..

    Ich hab das zeichnen ja erst vor kurzem für mich entdeckt und mit der Kohle irgendwie mein Medium gefunden. Jetzt bekomm ich da von überall, auch von euch, viel Zuspruch und positive Rückmeldungen. Das freut mich ja auch, aber irgendwie komm ich damit nich so richtig klar.

    Ich denke halt: Ich zeichne doch nur Fotos ab..., die Proportionen stimmen halt weil ich vorab rastere und skizziere..., der Rest ist doch nur Perfektionismus und Geduld. Sprich ich finde das gar nicht so beeindruckend wie andere.


    Meine Frage an euch wäre nun: Kennt ihr das? Wie geht ihr damit um? Wie seht ihr euch selbst im Kontext eurer Werke?


    Das ist jetzt zwar kein leichtes Thema, aber ich finde ein interessantes :)


    LG Marco

  • Hi Marco, ich weiß ganz genau, was du meinst. Ich habe auch erst vor wenigen Jahren angefangen und noch gar nicht so viel gemalt und gezeichnet.

    Ich hab bisher zwar noch keine Bilder von mir hier gezeigt (hauptsächlich weil ich mich bisher noch nicht mit Uploadtools beschäftigt habe und weil ich bei manchen meiner Vorlagen erst Lizenzen kaufen muss).

    Alle meine Werke mit trockenen Zeichentechniken sind (foto)realistisch und innerhalb des Familienkreises sind alle ganz angetan und ich denke mir immer "kann doch jeder".

    Und auf der anderen Seite höre ich Leute (Fremde und andere Künstler) sagen, dass das, was ich male keine Kunst ist, sondern "nur" abmalen und dass ich an einer Akademie nie aufgenommen würde, weil ich verblende. Dieses (wohlbemerkt ungefragte) Feedback hat letztes Jahr dazu geführt, dass ich fast alles hingeschmissen hätte.

    Die Tatsache, dass mich sowohl der Zuspruch als auch die Ablehnung an meiner Kunst zweifeln ließ, hat mich irritiert. Ich hab drüber nachgedacht und glaube, dass mir schlicht das Selbstbewusstsein fehlt. Also stelle ich mir immer wieder selbst die Frage: Warum und für wen zeichne ich? NUR für mich und meine Seele. Für niemanden sonst.

    Und auch wenn ich finde, dass Zeichnen Handwerk ist, das jeder lernen kann, ist es etwas Besonderes. Weil es nicht jeder lernen WILL. Geduld ist eine Tugend und die kann nicht jeder aufbringen.

    Als Fazit kam ich zu folgendem Schluss: Begrüße deine Geduld, lerne sie zu schätzen und dann verstehst du, warum andere so begeistert sind.

    Und die, die meinen Zeichnungen den "Kunststatus" aberkennen, sind entweder neidisch oder haben schlicht und ergreifend eine andere Vorstellung von Kunst. Auch wenn ich die Art und Weise wie sie kommunizieren unhöflich finde, ist es ok - Kunst ist immer Geschmackssache. Und wenn ich bei meiner eigenen künstlerischen Reise weiter kommen möchte, muss ich lernen, damit umzugehen.

  • Ich finde, dass gerade fotorealistisch zeichnen schwierig ist. Natürlich hast du dir das Motiv nicht ausgedacht, aber einen realistischen Eindruck von Tiefe bzw. einen 3D Effekt zeichnerisch umzusetzen ist nicht einfach.

    Und ja, zeichnen ist auch ganz viel Übung. Und trotzdem gibt es Menschen, die das nie hinbekommen werden, egal wie sehr sie üben. Theoretisch kann auch jeder singen lernen, aber bei den meisten ist es besser wenn sie nur unter der Dusche singen (wie bei mir).

    Ich hab ganz lang meine Bilder niemandem gezeigt (außer hier im Forum weil ich Kritik möchte um besser zu werden). Ich arbeite daran, sie jetzt auch mal Freunden zu zeigen. Aber ich denke, dass man hauptsächlich für sich selbst zeichnet, einfach weil man es gerne macht und es schön ist mit verschiedenen Techniken zu experimentieren .

  • Ich finde das Zeichnen sollte einem Spaß machen und nicht jeder hat die Begabung was aus dem Kopf zu zeichnen. Immer wenn ich das versuche stimmen meine Proportionen nicht. Das macht aber nichts. Ich zeichne lieber von einer Vorlage ab und mache mir auch ein Raster auf dem Papier. Es ist doch trotzdem Kunst wenn es anschließend einem selber gut gefällt. Und hier im Forum kann man seine Freude mit anderen teilen. Kritik ist dann auch nicht schlimm. Es ist doch auch alles Geschmacksache. Das ist wie mit dem Wein trinken. Der Lieblichen Wein mag der sagt zum herben Wein "Sauerampfer, igitt". Alles Geschmachsache.

  • Huhu, ich habe mal eine philosophische Frage..

    Ich hab das zeichnen ja erst vor kurzem für mich entdeckt und mit der Kohle irgendwie mein Medium gefunden. Jetzt bekomm ich da von überall, auch von euch, viel Zuspruch und positive Rückmeldungen. Das freut mich ja auch, aber irgendwie komm ich damit nich so richtig klar.

    Ich denke halt: Ich zeichne doch nur Fotos ab..., die Proportionen stimmen halt weil ich vorab rastere und skizziere..., der Rest ist doch nur Perfektionismus und Geduld. Sprich ich finde das gar nicht so beeindruckend wie andere.

    Du wirst sehr selten wirklich Harte Kritik im Internet bekommen entsprechend solltest du dich nicht nur daran messen wenn es um deine Fähigkeiten geht. Es ist von dem was ich gesehen habe auf jeden Fall noch Luft nach oben und es hilft andere Künstler die weiter als man selber ist und das selbe Medium nutzen herauszufischen um sich selber zu Pushen bzw etwas zu haben an dem man sich Orientieren kann.


    Gleichzeitig sollte dir halt klar sein das Kunst bzw Künstlerische Fähigkeiten so breit gestreut sind das du immer Menschen haben wirst die das was du kannst nicht beherrschen und für was besonderes halten während du dir selber denkst das es nichts besonderes ist. Das Gefühl wird man glaube nie hundertprozentig los insofern man nicht die Art von Mensch ist die sich sowieso als das Beste was es gibt hält.


    Insofern du in keinem Negativen Mindstate bist von wegen "ich bin doch eigentlich so schlecht" nutze dieses Gefühl doch um dich zu Pushen und herauszufordern um vielleicht neue Werke zu erstellen die auch für dich was besonderes sind.

  • korrmac


    ich würde darauf nichts geben, denn es gibt Künstler, die sich auch als Künstler bezeichnen und einen Haufen an Geld für ihre Bilder verlangen, die meiner Meinung nach noch eher in dem Entwicklungsalter eines 4-5 Jährigen malen.

    Da ich Erzieherin gelernt und gearbeitet habe, weiß ich das es Kinder gibt, die ihren Alterskolleg/inn/en weit voraus sind und die Bilder wesentlich eher das Geld verdient hätten als so ein angeblicher "Profi-Künstler". [pfeif]

    Also mach Dir nichts daraus und erfreue dich an denen Menschen, die deine Bilder zu schätzen wissen. ;D


    PS: Ich habe gerade mal nach einem meinem dieser talentierten Kindergartenkinder im Internet geschaut, diese betreibt mit ihrer kleinen Schwester eine Seite für Kunstdrucke von jungen Künstler. Schön, das von ihrer damaligen Begeisterung was hängen geblieben ist. [doppel-daumen] :))

  • Meine Frage an euch wäre nun: Kennt ihr das? Wie geht ihr damit um? Wie seht ihr euch selbst im Kontext eurer Werke?

    Da ich den Part nicht angesprochen habe hier nun der Nachschlag.


    Ich leide selten an einem Aktiven Imposter Syndrom bei dem ich mich für schlecht halte weil ich da allgemein mit einem anderen Mindsetting herangehe. Man muss da einfach offen mit sich und seinen Fähigkeiten sein und gewisse Ziele im Auge haben die möglichst nach oben Skalierbar sind.


    Im Vergleich zu vielen Künstlern die ich bewundere bin ich kein Handwerklich guter Künstler. Davon lasse ich mich aber nicht im Negativen beeinflussen da ich meine eigenen Werke und Entwicklung nur mit mir selber vergleiche. Ich hab ja ende 2019 wieder angefangen zu Zeichnen/Malen bzw mit Öl ein neues Medium angefangen und seitdem versuche ich mich Stück für Stück weiter zu entwickeln und zu verbessern und wenn ich mir manche "alte" Sachen ansehe dann kann ich zumindest sagen das die aktuelle Richtung stimmt.


    Ich hab noch so viel zu lernen um mich zu verbessern bis ich an einem Punkt bin wo ich vom Handwerklichen sagen kann das ich "angekommen" bin, insofern das jemals passiert und selbst dann wird es immer Dinge geben die ich dazulernen kann weil Kunst ja so offen und vielfältig ist das man immer an der ein oder anderen Schraube noch feilen kann oder neue Dinge lernen kann. Selbst ein Medium wechsel birgt schon etliche Herausforderungen mit denen man sich Jahre lang beschäftigen kann und da geht es nicht einmal um den inhalt der Zeichnungen.


    Bei den meisten Bildern die ich mache sehe ich Fehler aber ich sehe das eher als Challenge um mich zu verbessern und es noch einmal zu tun als frustriert hinzuschmeißen weil ich nicht gut bin. Wie oben schon gesagt, bin ich nicht..aber ich werde und will besser werden :)

  • Mir geht es da ähnlich korrmac, ich mag meine realistischen Bilder, und es gibt auch einige wenige die mir besonders gut gefallen und sehr aufwendig waren, aber eine Stimme in mir sagt immer, dass man dann eigentlich auch das schöne Vorlagenfoto aufhängen könnte (ohne gutes Foto kein gutes realistisches Bild).

    Nach wie vor gefällt es mir bei anderen Künstlern extrem, wenn sie einen tollen, unverwechselbaren eigenen Stil haben und Realismus mit Fantasie oder einfach was lockerem Kombinieren. (z.B. Dimitra Milan, sehr bunt und verträumt, oder auch Bryan Hollands Bilder mit teils surrealistischen Elementen, oder auch Jowita Marczuk's Aquarelle [love] )


    Ich habe immer das Gefühl, mir fehlt die Fantasie und die Ideen, was auch ein Grund war, dass ich nie ein Designstudium angefangen hatte. Da geht es meiner Meinung ja auch sehr viel um Ideen. Aber auch kreativ sein kann man lernen und es braucht Zeit und viiiiiiele Bilder um seinen Stil herauszuarbeiten. Ich habe schon sehr viel Fantasie in meinem Kopf, und dort hab ich schon hunderte Bilder gemalt, aber ich bekomme sie nicht zu meiner Zufriedenheit aus meinem Kopf aufs Papier/Leinwand.


    Mich begeistert auch Anatomie, also wenn man dann Menschen/Tiere aus dem Kopf heraus ohne Vorlage realistisch aber noch als tolle handwerkliche Skizze erkennbar zu Papier bringen kann. Aber auch hier braucht es Zeit fürs üben, und ich schaffe es einfach nicht, die zu finden. Leider :(

  • Erstmal Danke für eure ganzen Beiträge! Das wird jetzt länger, aber ich möchte auf eure ganzen Beiträge eingehen. Sorry ;) Es ist eher eine Gesamtantwort. Daher nicht böse sein wenn ich nicht immer eine Erwähnung setze.

    Haarwild Ja da geht es uns wirklich recht ähnlich. Auch wenn ich noch keine so niederschmetternde Kritik bekommen habe.


    Die Punkte bzgl. für wen man eigentlich zeichnet sind aber auch absolut richtig. Ich hab in erster Linie jetzt dazu gefunden weil ich zum Einen gemerkt habe das mir das gefällt was dabei rumkommt. Zum Anderen bringt es mich einfach runter. Ich kann noch so genervt, gestresst oder wütend sein. Eine Stunde zeichnen und schon geht es mir besser. Die Sache mit dem aufbringen der Geduld und das selbst dann andere das vlt. nicht so hinbekommen fällt mir einfach sehr schwer. Wenn mir jemand sagt das ich gut kochen kann denke ich auch nur "Naja, ich hab mich halt an das Rezept gehalten". Keine Ahnung so wirklich woran so ein "kann doch jeder wenn man sich an die Vorgaben hält" genau hängt. Es ist ja wirklich nicht ganz so und Talent spielt eine Rolle. Dennoch fällt zumindest mir schwer das für mich selbst anzuerkennen.

    Ich denke aber es hat mehr mit Selbstwertgefühl als Selbstbewusstsein. Den eigenen Wert (für sich) erkennen und stolz auf sich selbst sein, egal was andere sagen. Da muss ich denke ich auch noch an mir arbeiten. Vlt. ändert das ja auch wie man mit Lob und Kritik umgehen kann.

    molambird Naja, ich brauche ja auch keine harte Kritik, aber ehrliche Rückmeldungen :) Sonst kann man ja auch nicht wachsen. Aber ich weis was du meinst. Bzgl. den anderen Künstlern und dem pushen ist das genau der Grund warum ich hier im Forum bin. Und ein bischen pusht das schon :D Und das ausprobieren und wachsen macht auch sehr viel Spaß!


    Ich bekomm ja auch offline Rückmeldungen. U.A. von einer Kunstlehrerin die ich privat kenne die mir auch mal Tipps gibt oder eben Feedback. Es ist dennoch finde ich schwer ein realistische Selbstbild zu finden. Gerade eben auch weil der Grad zwischen Überheblichkeit und mangelndem Selbstwert, meiner Erfahrung nach, sehr schwer zu treffen ist. Aber das bin vlt. auch ich als Person :D

    gast0322 Ein sehr schöner, positiver Beitrag. Danke dafür :)

    BlueThunder Ja da denken wir ähnlich :) Ich wollte ja vor rund 25 Jahren eigentlich mal Grafikdesigner werden. Wurde mir aber wg. Jobaussichten ausgeredet :/ Gerade denke ich darüber nach Produktdesign im Fernstudium zu studieren und dann Richtung Möbeldesign zu gehen :D


    Aber was du so sagst kommt schon hin. Ich sehe es ja auch so das ich halt vlt erst 30 mal einen Hund abzeichnen muss bis ich genug gelernt habe um mal einen aus dem Kopf zu zeichnen. Das sollte schon so die Richtung sein. Visionen habe ich da auch, aber wie die irgendwann aufs Blatt kommen ohne das ich vom Ergebnis enttäuscht bin steht noch in den Sternen. Wenn ich das dann aber hinbekomme ist das vlt. aber auch der Punkt an dem ich Lob und Kritik nochmal ganz anders aufnehmen.

    LG Marco

  • Was ich aber teilweise gruselig finde ist, wenn ich etwas mache und dann da stehe und mir denke: "Was hast du da getan?!?" Als Beispiel haben wir Mal die Aufgabe bekommen, einen abgetragenen, ollen Schuh anzuziehen, damit wir den auf den Tisch stellen und skizzieren konnten. Ich war dann am zeichnen und der Schuh, von dem nur die Linien da waren, keine Schattierungen/Colorationen, begann dreidimensional zu werden. Ich hatte keine Ahnung wie das passiert ist und auch sonst niemand, inklusive der Kunstlehrerin.


    Und dann bekomme ich von allen Seiten nur "wow", "cool", "boah" und ähnliches und weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich meine, es ist doch nur...? Sieht den niemand die Sachen die mir nicht gefallen, oder verschweigen sie die absichtlich? Einer der Gründe, wieso ich nicht sicher bin, wie ich mich einschätzen soll... Ich denke immer, was ist denn da dran...? Wenn ich was 'getan' hätte, dann könnte ich es ja verstehen, aber dass hab ich doch nicht? So lief's mein Leben lang.


    Der Fluch, wenn man keine Referenzpunkte hat.

    Einmal editiert, zuletzt von Wuselwolf () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von FanaticForColor mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ich glaube, sowas kennt fast jeder Mensch. 😅

    Man ist mit sich selbst immer kritischer, als mit anderen - erwartet von sich selbst immer mehr, als man es von anderen tun würde.


    Ich schätze, das hat neben dem "wie wir aufgewachsen sind" auch viel mit unserer Gesellschaft zu tun.

    Alles ist auf Erfolg getrimmt. Es geht immer nur um höher, schneller, weiter.

    Zeit ist knapp, trotzdem muss / soll unheimlich viel erreicht werden.


    Ich gehöre zu den Menschen, die in ihrer Kindheit sehr eindringlich gelernt haben, dass nur große Erfolge etwas wert sind. Und dass es eigentlich trotzdem noch hätte besser sein können. ( a la "Schau mal, XY hat das so und so gemacht. Warum machst du das nicht auch so?")


    Umso wichtiger ist es denke ich, dass man lernt, sich selbst mit mehr Wohlwollen zu betrachten und sich von anderen Menschen ein Stück weit zu distanzieren.


    Dieses "nach oben" vergleichen kann gar nicht dazu führen, dass man gut weg kommt.

    Aber nach unten vergleicht sich kaum einer - dann müsste man sich ja eingestehen, dass man vielleicht doch ganz gut ist. :D


    Für mich ist künstlerisch aktiv sein etwas, das Spaß machen soll. Klar will ich auch besser werden, aber ich muss nicht die beste sein. Irgendjemand wird immer irgendwas besser können.


    Das klingt ein bisschen, als wäre ich totaler Profi darin, mich vom vergleichen fernzuhalten.

    Aber auch wenn ich das theoretisch weiß, übe ich noch sehr viel darin.

    Wenn ich mich dabei erwische, sage ich mir, dass mein gut gut genug ist und dass die andere Person a) an einem ganz anderen Punkt als ich steht und b) sehr wahrscheinlich auch andere Startbedingungen hatte. :S

    Klappt mittlerweile schon recht gut :D


    korrmac

    Ich bin aufgrund meiner langjährigen Erfahrung mit verschiedenen Psychotherapien bzw meinen Mitpatienten davon überzeugt, dass gerade die Menschen, welche Angst haben, aufgrund von zu viel Eigenlob abgehoben zu wirken, genau diesen Punkt gar nicht erreichen können.

    Auch wenn man lernt, sich selbst auch mal zu loben - der leise mahnende Finger wird immer im Unterbewusstsein bleiben.

    Das stellt meiner Meinung nach eine natürliche Barriere zwischen gesundem Stolz und Überheblichkeit dar. 🙂

  • Schippchen

    da kann ich Dir nur recht geben, obwohl ich doppelt so alt bin.

    Es ist erschreckend, dass sich innerhalb von 1-2 Generationen nichts an diesem Verhalten geändert hat, sondern nur noch schlimmer wird.

  • Schippchen

    da kann ich Dir nur recht geben, obwohl ich doppelt so alt bin.

    Es ist erschreckend, dass sich innerhalb von 1-2 Generationen nichts an diesem Verhalten geändert hat, sondern nur noch schlimmer wird.

    Ja, das ist wohl wahr...


    Am Ende sind wir halt zu großen Teilen einfach ein Produkt unserer Erziehung und Erfahrungen.


    Ich meine, es gibt mittlerweile immerhin einige Menschen, die sich nicht mehr von diesem Leistungsdruck durchs Leben quälen lassen, aber das ist ja gar nicht so leicht.

    Man eckt ja überall an.

    Ich werde schon schief angeguckt, wenn ich zu einem Treffen Nein sage, ohne etwas anderes vorzuhaben. Einfach weil ich Zeit für mich will. 🤷🏻‍♀️


    Ich glaube aber schon, dass sich das langsam ändert. Aber eben wirklich langsam. 🥲

  • Schippchen  gast0322 Nur fürchte ich, dass niemand von uns es erleben wird, dass die Gesellschaft an einem Punkt angelangt, an dem niemand mehr kaputt gemacht wird, oder wenigstens gefährdet ist. Menschenwürde steht zwar im Grundgesetz, aber davon und von Gleichberechtigung merke ich in meiner Situation wenig.

  • FanaticForColor

    Das glaube ich auch nicht. Ich würde noch nicht mal meine Hand dafür ins Feuer legen, dass dieses langsame Umdenken und Bewusstwerden überhaupt auf Dauer Bestand haben wird.

    Die Welt verändert sich mittlerweile in rasender Geschwindigkeit, gefühlt ziemlich stark ins negative.

    Wer weiß, was in ein paar Jahren oder Jahrzehnten ist. 🤷🏻‍♀️

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