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Sensibilität und Kunst

  • Ist der Künstler an sich sensibler als andere?
    Oder ist das ein Trugschluss?
    Ein Vorurteil, ein Mythos?


    Was meint ihr dazu..
    gibt es überhaupt den "Künstler an sich"?


    Kann man so einfach alle über einen Kamm scheren, oder nicht?


    Gehören Feinfühligkeit und Kunst zusammen?

  • Deine Frage ist sehr interessant.


    Also vermutlich müsste man zur Analyse eines ‚Künstlers zuerst festlegen, wann jemand ein Künstler ist, was wiederum zurückfällt auf die Klärung des Kunstbegriffes (Was ist Kunst?). D.h. dies würde letzten Endes zum ‚tausenden Mal’ im Ungeklärten enden.


    Es geht aber bei der Fragestellung um den konkreten Aspekt der Feinfühligkeit/Sensibilität und ich denke das lässt sich schon eher klären.


    Allgemein gesagt ist ein Künstler jemand, der ‚Etwas erschafft’ und das dann zeigen möchte. Um aber den Kunstbegriff nicht wieder zu bemühen sage ich: nicht jeder der etwas erschafft ist gleich ein Künstler.


    Die Motivation des Künstlers, Dinge zu erschaffen KANN in einer Sensibilität liegen, MUSS aber nicht. Bestimmt sind viele sensible Menschen künstlerisch begabt und aktiv, aber es gibt wohl auch ganz andere Motivationen (bis hin zum ‚schnöden Mammon’).


    Gerade im Bereich der Musik gibt es einige sehr erfolgreiche Künstler, denen ich nicht direkt Sensibilität unterstellen möchte (zum Teil hocken die in Fernsehsendungen und beweissen das ganz fleissig) ;-)


    Nochmal ich finde die Fragestellung sehr interessant und ich bin gespannt auf die anderen Reaktionen…

  • Spielen die Emotionen nicht eine große rolle da drin? Sowohl beim Zeichnen als auch in der Musik.
    Da fällt mir der Autor Lewis Carroll ein. Der Alice im Wunderland geschrieben hat. Diese Geschichte ist eigentlich sehr Düster und Brutal und nichts für Kinder. Wie er auf diese Skurrilen Figuren und Ereignisse gekommen ist, ist echt merkwürdig. So was kann meiner Meinung nach eigentlich nur von jemanden kommen der Physisch und Psychisch krank ist. Aber auch so ein Zustand kann Motivierend sein.


    Oder nehmen wir mal die Musikszene Rap. Da erzählen "Musiker" meistens ihre Lebensgeschichte oder äußern ihre Meinung zu etwas. Auch so was ist eine Motivation etwas zu erschaffen.


    Ich hoffe ich habe das Thema richtig verstanden und es geht um so etwas.

  • Ich glaube das kann man nicht verallgemeinern. [keine-ahnung]
    Sie sind vielleicht Sensibler auf Dinge, die sie in ihre Kunst mit einbinden. Das sie vielleicht sensibler für Fraben sind, oder für Ästethik. Aber Sensibel als Charakterzug [keine-ahnung] Es gibt Hobbykünstler, die das einfach gerne machen, und welche die total in der Kunst aufgehen, und sie ausleben zu jeder Zeit und auch manchmal etwas abgefahren wirken. Allein da sieht man schon, das man solche Menschen eher nicht über einen Kamm scheren kann, denke ich.

  • Ich glaube, ein Kunstwerk lebt durch die Sensibilität des Künstlers.


    Der Fotograf, der Dinge anders sehen muss, um ein tolles Bild zu schießen...
    Der Dichter, der Gefühle in eine Form bringt...
    Der Schriftsteller, der eigene Welten erschafft...
    Der Maler, der Leben aufs Papier zaubert...
    und und und


    Jede Kunst lebt durch die Beobachtung, die Fähigkeit zuzuhören und das richtige Gefühl sie darzustellen.
    Ein Künstler ist sicherlich nicht sensibler als Andere geboren worden, aber ich glaube, es ist essentiell für einen Künstler Sensibilität zu trainieren und nicht verkümmern zu lassen.
    Dadurch, das wir (Hobbykünstler) bei jedem Bild beobachten und fühlen, reagieren wir automatisch sensibler auf unsere Umwelt.


  • Ich glaube, ein Kunstwerk lebt durch die Sensibilität des Künstlers.


    Ich würde sagen, ein Kunstwerk lebt durch die Sensibilität des Betrachters. Was wäre ein Kunstwerk ohne Betrachter?
    Der Wert (nicht Geld!) eines Kunstwerks wird von Betrachter bestimmt.
    "Die Kunst spiegelt in Wahrheit den Betrachter und nicht das Leben." (Das Bildnis des Dorian Gray, Vorwort, Oscar Wilde)


    Künstler sind Einzelgänger. Constantin Brâncuși, ein rumänischer Bildhauer, sagte nach einem Monat Mitarbeit in Auguste Rodins Atelier: „Il ne pousse rien à l’ombre des grands arbres“ („Es wächst nichts im Schatten großer Bäume“) und gab seine Arbeit dort auf.

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