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Highlights in Manga Augen

  • So, ich hoffe das ist hier richtig:


    Speziell bei Manga-augen sind Highlights meist ein markantes und teils exzessiv verwendetes Stilelement.
    Allerdings scheinen sie teils komplett unabhängig von der Umgebung zu sein und immer an der selben Stelle (oder täusche ich mich da?)
    Da sie besonders bei Seitenansichten des Augen einen großen Einfluss haben wie plastisch das Auge wirkt, sollte man die vermutlich nicht vernachlässigen...


    Entsprechend meine Frage: Kennt ihr da bestimmte Muster oder Regeln nach denen diese Highlights gesetzt werden und wie setzt ihr die selbst?
    Gibt es dazu ggf. mehr Infos irgendwo?
    (Das Tutorial hier im Forum zu realistischen Highlights habe ich zwar gefunden, ist für Mangas aber wohl nur sehr bedingt anwendbar...)

  • Jup, da bin ich eben auch grad dran (siehe mein Zeichenbuch-Thread) und habe mich erst mal an bekannten Augen versucht. Bei nächsten Schritt, selbst welche zu machen bin ich dann eben drauf gekommen diese irgendwie unlogisch platziert scheinen und meist immer am selben Ort sind.


    Selbst "zufällig" welche setzen sehe ich ja nicht so als Proble, fände es aber sehr interessant ob es da eine bestimmte Logik außerhalb des "weil halt" und "weils gut ausschaut" - Bereichs bei Mangas gibt. [keine-ahnung]


    (catchlight wäre übrigens der englische Begriff, finden tut ich dazu aber auch nichts [grummel] )

  • Ich hab noch nie sonderlich darüber nachgedacht, aber jetzt, wo du schon mal danach fragst:


    Ich habe früher mal nach nem Tutorial einen Kopf gezeichnet und dort waren die Reflexe sehr gross und in der rechten oberen Ecke. Seit da mache ich sie immer noch so x) Aber je nach dem, mache ich sie entweder in die rechte oder die linke obere Ecke. Was eben besser passt. ^^ Wenn ich aber besonders aufs Licht achte, schaue ich auch, dass die Reflexe einigermassen stimmen.


    Was es zu beachten gibt:
    Bei Shonen-Manga gibts eher weniger, bzw. kleine, bis garkeine Lichtreflexe. (Siehe Dragon Ball oder Naruto)
    Bei Shojo-Manga sind sie gross oder gerne auch mal in der Anzahl extrem übertrieben. (Siehe Sailor Moon oder Jeanne die Kamikaze-Diebin)
    Wenn jemand weint, werden bei Shojo sehr viele Lichtreflexe verwendet: Bild
    Ist jemand geschockt oder sehr wütend, wird die Pupille sehr klein dargestellt und der Lichtreflex weg gelassen.
    Wenn jemand müde oder hypnotisiert ist oder sonst irgendwie nen leeren Blick hat, wird sogar die Pupille weg gelassen.


    ...Soll ich auch noch ein Tutorial hierzu machen? :D

  • Tutorials sind immer gut! ;D


    Im Moment wühle ich mich ein bisschen durch diverse Augen und Vorlagen (habe eine tolle Sammlung von Anime-Augen gefunden, bei Interesse, die habe ich bei Pinterrest gepint) und bin im Moment bei einem große Highlight oben (rechts) und einem kleineren gegenüber unten hängen geblieben, das finde ich einen ganz netten Kompromiss, fehlt nur noch der Rest des Auges und Alles andere (tm). [grummel]


    Aber Regeln und Reaktionen auf die Umgebungslichter sind da eher weniger vorhanden oder wenn dann nur selten für bewusste Effekte, da geht es nicht nur mir so, der ich bisher noch nicht so wirklich groß drauf geachtet habe?



    Speziell bei 3/4 Augenansichten lässt sich damit unglaublich viel machen und sehr tolle Effekte erzielen, wenn man weiß wie man sie richtig einsetzt. Da hilft dann wohl nur viel Üben.

  • Ich würde deiner Sammlung gerne folgen ;D


    Nein, zu Umgebungslicht gibts keine Regeln. Die Augen in Manga sollen ja mehr die Gefühle wiedergeben, daher achtet man da auch weniger auf das Licht als auf den Gemütszustand der Figur. =)


    Was meinst du denn für Effekte in der 3/4 Ansicht?

  • Aktuell ist es nur ein Bild mit etwa 60 Augen aus diversen Serien. Da es hochauflösend ist, eignet es sich für mich zum Ausdrucken und als Vorlage zu verwenden. ;D



    Naja, ein Auge in der 3/4 ist (zumindest für mich) eine der größten Herausforderungen im Moment. Das Auge muss schmäler und einem steileren Winkel gezeichnet werden als das Frontale.
    Wenn man nun die Highlights im selben Maße verzerrt wirkt das irgendwie nicht so toll, richtig platziert können diese dem 3/4 Auge sehr viel Volumen und eine Rundung geben, die ich bei einer Frontalansicht irgendwie nicht hin bekomme. Zumindest hatte ich da bisher den Eindruck wenn es zufällig relativ gepasst hat. Bewusst einsetzen kann ich das aber im Moment noch nicht...

  • Ah so meinst du das! :D Ja stimmt, da hast du recht ^^ Im Halbprofil kann das Auge auch durch die Rundung, die dann besser ersichtlich ist, noch mehr Volumen bekommen, so wie hier


    Ich finde das Halbprofil übrigens die einfachste Ansicht, weil man da weniger auf Symmetrie achten muss als in der Frontalansicht. ;P Und das Profil hab ich iwie auch nie richtig drauf... Das benutze ich aber auch am wenigsten.

  • Ich finde das Halbprofil übrigens die einfachste Ansicht, weil man da weniger auf Symmetrie achten muss als in der Frontalansicht. ;P

    :( Echt?


    Hm, ja, wenn man mal ein Gefühl für die Verzerrung und den richtigen Winkel hat, kann ich mir das eigentlich sogar vorstellen, klar, wenn man das allerdings noch nicht kann, sind Frontal- und Profil-ansicht zumindest theoretisch machbar. ;)


    Über das Üben eben dieser Ansicht bin ich auf die Frage mit den Highlights gekommen. Aber dann probiere ich da einfach weiter rum und hoffe die Motivation bleibt so lange da bis ich tatsächlich mal eine Verbesserung erreiche. ;D
    (Das dumme Kind könnte den Computer auch einfach mal etwas früher ausschalten und dann noch was zeichnen und das nicht erst viel zu spät anfangen...)

  • Also ich kann jetzt mal nen Senf dazu geben, aber ich gebe keine Garantie für Richtigkeit :D
    Ich habe mal gelesen das die Glanzpunkte im Auge je nach Lichteinstrahlung kommen.
    Hat man einen Kopf in Frontalansicht beispielsweise und das Licht kommt vom Betrachter
    aus von oben links, dann sind die Lichtpunkte auch von links oben nach rechts unten im Auge.
    Äh hat man nun verstanden was ich damit sagen will? :D


    Zumindest meine ich das so verstanden zu haben...

  • Bei realistischen Darstellungen stimmt das natürlich.
    Bei Anime- und Mangaaugen sind diese Glanzpunkte aber meist fix immer an der selben Stelle (bzw variieren wie Veboshi schon schön ausgeführt hat, meist nur um Gefühle zu unterstreichen), deshalb meine Frage ob es da gewisse Regeln gibt an denen sich die Mangaka orientieren wenn sie diese platzieren oder ob das tatsächlich eher ein "wies einem gefällt" - Ding ist.
    Oder missverstehe ich dich gerade?

  • Ich finde diese Diskussionen so unschön |D
    Tut mir leid |D


    Es gibt keinen einheitlichen Manga- und Animestil...sonst würde es 197373729 Regeln geben und alle würden gleich aussehen.
    Es gibt einfach nur eine Gruppe von Bildern, die gewisse Merkmale haben, aufgrunddessen sie in eine Oberkategorie gesteckt werden; diese Merkmale empfindet jeder anders.
    Am Besten lernt man zunächst ganz stumpf die Grundlagen und dazu gehört: Lichtreflexe sind dort, wo das Licht aufs Auge trifft.
    Einfach erst mal um das prinzip zu verstehen.
    (Auch bei Augenformen: Einfach erst mal die normale Augenform um das prinzip zu verstehen)
    Dann kann man für sich entscheiden, wie man diese Formen für sich abwandelt, was einem persönlich gefällt.
    Wenn es dann in den Mangabereich rutscht, dann ist es eben so.
    Und wenn es das nicht tut, dann ist das auch ok

  • Einen Thread zu realistischen Highlights gibt es ja schon, das ist natürlich ein ganz anderes Thema. ;D


    Und womit man Anfängt hängt wie bei alle vom Lerntyp (und Motivationstyp) ab, bei einem realistisches Auge mit Wimpern, Tränendrüsen, Augenlidern, Blutgefäßen, Iris, Pupille, Falten und faltungen der Haut drumherum etc. wäre da mir zumindest schlicht zu viel auf einmal zu beachten. Da übe ich lieber erst mal mit simplen Grundformen und Positionen, wenn die sitzen kann man dann die Details genauer ausarbeiten etc.
    Aber das gehört eigentlich nicht hier her, für eine Manga vs realistischer Stil haben wir doch sicher auch einen eigenen Thread bzw. kann sonst ja einer aufgemacht werden? ;D

  • Zitat

    Es gibt keinen einheitlichen Manga- und Animestil...sonst würde es 197373729 Regeln geben und alle würden gleich aussehen.


    Klar, die "Regeln" die ich aufgestellt hab, sind aus meiner eigenen Beobachtung und von mir aufgestellt worden. :) Natürlich gibt es Ausnahmen und je nach Geschmack, sieht jeder Stil wieder ganz anders aus, ist doch logisch. ;)


    Schlussendlich zeichnet jeder das, was er für sich als richtig empfindet.


    Und ja, ob man zu erst realistisch oder zu erst Manga/Comic zeichnet, ist doch jedem selbst überlassen. Als ich ein Kind war, hab ich eben mit Manga/Comic angefangen, weil mich das einfach mehr angesprochen hat. Aber ja, zu diesem Thema könnte man wirklich einen eigenen Thread eröffnen. x)


    @ Alca: Was mir auch aufgefallen ist: Dort, wo Emotionen mehr eine Rolle spielen, also eben vor allem in Shojo-Manga, haben Glanzpunkte im Auge ne wichtigere Rolle als dort, wos hauptsächlich ums Kämfen geht. ^^


    Ausserdem: Es gibt auch nen Stil, wo der Glanz im Mittelpunkt der Pupille liegt, wie z.B. bei Yugi-Oh. Die deutsche Manga-Zeichnerin KishiShiotani zeichnet das auch so...(also ja, nicht immer, aber manchmal) Gefällt mir nicht wirklich, wirkt irgendwie so steril. x)

  • Veboshi hat mir mal beigebracht das, die glanzlichter bei beiden Augen auf der selben seite sein müssen ^_° Aber sonst kannst du dich da glaube ich einfach so austoben wie du magst. Jedes Manga Auge sieht ja anders aus und je mehr glanzlichter drinn sind desto mehr sieht es halt Shojo-Manga mäßig aus (Typische Augen für Mädchenmanga zum Beispiel Arinatanemuras werke).

  • Ah, da fällt mir ein:
    Ich habe ja mal im Livestream ein Tutorial über Manga-Augen gemacht! xD

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