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Was bringt mir ein Kunstverein?

  • Bin mir nicht sicher, ob das hier richtig ist. Falls nicht, bitte verschieben. :)


    Ich frage mich, ob es sinnvoll ist einem Kunstverein beizutreten. Bringt es Vorteile, wenn mal mal an Ausstellungen teilnehmen möchte oder werden auch Kurse angeboten?


    Kann jeder in einem Kunstverein mitmachen oder muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen?


    Ist jemand von euch in einem Kunstverein und kann berichten?


    Es wird da sicherlich auch Unterschiede geben. Aber so ein paar Erfahrungen von euch helfen mir evtl. Bei der Entscheidung.


    ^^

  • Ich könnte mir vorstellen, dass sich da Menschen zusammenfinden, die gemeinsam Kunstmuseen und Ausstellungen besuchen, sowie Kunstvorträge hören.
    Aber Kunst ist auch ein ganz weiter Begriff.

  • OK, wenn der Begriff ja weit gefächert ist könnte man die Urban sketching Gruppe hier auch als Kunstverein sehen [gruebel]


    Dann muss man sich auf jeden Fall genau informieren was der Kunstverein vor Ort genau macht.
    Denn gemeinsam zeichnen und malen ist ja was gaaaanz anderes, als Museen zusammen zu besuchen.

    Das Leben ist nicht gerecht! - Was im Leben ist gerecht? - Dass es zu allen ungerecht ist!

  • Sorry, aber ganz so weit gefächert ist es leider nicht. Damit man in Deutschland einen Verein gründen kann müssen bestimmte vereinsrechtliche Bedingungen erfüllt sein. Und wenn dann auch noch gemeinnützig...


    "Kunstverein" ist in Deutschland ein fester Begriff.


    "Kunstvereine dienen der Vermittlung zwischen zeitgenössischer Kunst und einem kunstinteressierten Publikum vornehmlich durch Ausstellungen und den Verkauf von Kunstwerken an ihre Mitglieder. Sie werden meist in der Rechtsform des gemeinnützigen und eingetragenen Vereins geführt. In Deutschland existieren auf lokaler und regionaler Ebene über 300 Kunstvereine mit 120.000 Mitgliedern, die sich in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine zusammengeschlossen haben.[1] Manche Kunstvereine betreiben in ihren Räumen eine Artothek." (Quelle: Wikipedia)

  • Bei uns gibt's den Kunstkreis Kraichgau e.V. , der ist in Sinsheim. Habe mich noch nicht groß damit befasst, aber ich weiss, dass die auch ihre Bilder ausstellen und verkaufen z.B. wenn in Sinsheim Veranstaltungen sind, wie der Fohlenmarkt oder das Stadtfest. Aber was die sonst noch so machen kann ich nicht sagen.

  • Grundsätzlich ist es nie schlecht sich einer Gruppe ernsthafter Künstler anzuschließen.


    Die Frage ist, was man langfristig durch eine Mitgliedschaft bezwecken möchte.


    Meiner Erfahrung nach können nämlich die Kunstvereine sowohl sehr förderlich als auch extrem einschränkend sein.


    Das beginnt bei Provisionsvereinbarungen, den leitenden Figuren im Verein und geht über zum allgemeinen Qualitätsverständnis von Kunst. Es kann sehr bereichernd sein.


    Wichtige Eckpunkte bei der Auswahl eines Vereins können sein:


    - Wie gefällt mir die Außenwirkung des Vereins im Allgemeinen? (Einfach nach Gefühl)
    - Wie gefallen mir die Arbeiten der Vereinsmitglieder? Ist ein Roter Faden zu erkennen und will ich mich da einreihen?
    - Welchen Eindruck machen die Veranstaltungen des Vereins auf mich?
    - Wie hat sich der Erstkontakt angefühlt? Distanziert oder herzlich?


    Fakt ist: Der Verein übt einen sehr großen Einfluss auf deine Kunst aus. Das ist weder schlecht noch gut, sondern sehr individuell abzuwägen.

  • Zitat

    Ist jemand von euch in einem Kunstverein und kann berichten?

    Ein altes Thema,

    aber vielleicht für den Einen oder Anderen ja noch interessant.


    Ich habe vor Jahren mal versucht mich einem hiesigen kleinen Kunstverein an zu schließen. Beim Versuch blieb es dann auch.

    In dem Verein befanden sich überwiegend Rentnerinnen, was ja nicht schlecht sein muss, es in diesem Fall aber war.

    Es herrschte eine strikte Hierarchie (und sehr viel Neid), und ich als Newbee hatte mal gar nichts zu melden.

    Ich hätte erst ein Jahr Mitglied sein müssen, um überhaupt mal in den Genuss zwei meiner Bilder mit ausstellen zu können. Puh.

    Dann wurde grade Kollektiv an einem Engel-Kalender gearbeitet, bei dem noch ein Bild fehlte.

    Ich blöde Kuh habe mich dann extra hingesetzt und eine kleine mollige Putte in Aquarell gemalt. Wollte es dem Verein kostenlos als 12 Bild zur Verfügung stellen, und bin dafür fast gelyncht (in Wahrheit angepöbelt!) worden, .............. was ich mir bitte einbilden würde! Der Kalender wäre nur für Mitglieder! Also bitte!!

    Das Puttenbild habe ich wenig später verkauft [pfeif]

    Und ganz ehrlich, es hätte den Kalender um einiges aufgewertet.

    Das gesamt- künstlerische Niveau lag irgendwie auch so gar nicht auf meiner Wellenlänge.

    Und ich glaube, das hat mich auch am meisten belastet. Ich hätte mich da ganz arg zurück nehmen müssen.

    Zudem war es auch komisch Bilder zu betrachten, die gewollt, aber nicht gekonnt aussahen und als "das Beste" präsentiert wurden.

    Dazu das ganze Profigehabe der Mitglieder-innen, und da kann ich ja mal gar nicht drauf.


    Wenn ihr euch einen Kunst- Verein angucken wollt, geht mit möglichst null Erwartungen hin.

    Ich habe auch gedacht ich würde mich verbessern können, tolle Gespräche mit tollen Künstlern über Farben, Techniken etc. haben, statt dessen war es eine Art "Kaffeekranz mit Pinsel".

    Ich war wirklich mega enttäuscht.

    Später wurde ich in meinem Blog sogar noch gestalkt, weil ich dort geschrieben habe, das es für mich "ernüchternd" war.

    Aber das war es nun mal, und ganz ehrlich, zwei Bilder in einer Sammelausstellung nach einem Jahr des verbiegens?

    Das war und ist es mir immer noch nicht Wert.

  • Du nimmst meine Gedanken und Befürchtungen vorweg – ich überlegte schon seit längerer Zeit, mich einem regionalen Künstlerverein anzuschließen.

    Die Vielfalt der Stile der Mitglieder einerseits empfand ich zunächst als „offen“, nachdem ich jedoch einige dieser Mitglieder quasi incognito in ihrem Habitus erleben „durfte“, hat mich das ganz schnell Abstand nehmen lassen.

    Exakt so, wie Du es beschreibst: diese Pseudo-Professionalität und sich selbst als das Maß aller Dinge hinzustellen – das hat mich arg abgeschreckt, zumal die Bilder ebenfalls zum Großteil eher gewollt als gekonnt aussahen (bis auf eine Ausnahme, und mit diesem Maler habe ich seitdem tatsächlich einen tollen Kontakt).

    Auch meine Hoffnung war zu Beginn gewesen, sich kreativ austauschen zu können, ohne Konkurrenzdenken, Stile, Vorlieben und Techniken.

    Weit gefehlt. Der berüchtigte deutsche Michel des Stammtisch-Miefs und der Kleingartenzwerg-Kolonie scheint leider auch hier zu existieren. X(

    La folie, c'est de faire toujours la même chose et de s'attendre à un résultat différent.
    (Frei nach Albert Einstein)

  • Zitat

    Der berüchtigte deutsche Michel des Stammtisch-Miefs und der Kleingartenzwerg-Kolonie scheint leider auch hier zu existieren.

    GRUSEL, aber noch größer.


    Boah, ich hasse diese Mentalität auch zutiefst.


    Aber Gott sei Dank ist unsere Forenkultur noch nicht ganz ausgestorben, und wir umgeben uns hier mit den Menschen und Künstlern die wir schätzen und mögen. Wo wir uns richtig und unterhaltsam über unsere Berufung unterhalten und austauschen können.


    Gott sei Dank!!

  • Wenn ihr euch einen Kunst- Verein angucken wollt, geht mit möglichst null Erwartungen hin.

    Ich habe auch gedacht ich würde mich verbessern können, tolle Gespräche mit tollen Künstlern über Farben, Techniken etc. haben, statt dessen war es eine Art "Kaffeekranz mit Pinsel".

    Ich war wirklich mega enttäuscht.

    Ich sehe es etwas differenzierter.

    Wenn man sich mit anderen kreativen Menschen austauschen möchte, muss man sich keinem Kunst-Verein anschließen. M.E. zählt dort auch mehr das Endprodukt und nicht der Prozess.

    Wenn man ausstellen möchte, muss man sich keinem Kunst-Verein anschließen.


    Möchte man sich einem bereits existierenden Kunst-Verein anschließen, muss man die Bedingungen akzeptieren, die in diesem Verein Grundlage sind. Und nicht jede Vereinbarung, Regelung muss mit den eigenen Erwartungen übereinstimmen.Aus meiner Erfahrung heraus, muss man sich als Neuling immer der Gruppe anpassen und auch eine gewisse "Anwärter-Zeit" absitzen. Ob das nun berechtigt und richtig ist, sei dahingestellt, aber so funktionieren nun mal die meisten Gruppen.


    Wenn man also eigentlich Kontakte sucht und sich austauschen möchte, dann ist es docheigentlich eher unwichtig, wenn man nicht sofort ausstellen und nicht sofort an Gemeinschaftsprojekte teilnehmen kann. Den Kontakt und Austausch hat man doch trotzdem.

    Und Einzel-Ausstellungsmöglichkeiten gibt es auch genug, um die "Wartezeit" zu überbrücken.


    Die wichtigste Frage ist m.E., was man selbst von einem Verein erwartet.

    Wenn ein verein und seine Bedingungen mit den eigenen Erwartungen übereinstimm, dann passt es halt nicht. Dann muss man weitersuchen, selbst einen Verein grünen oder sich andere Austauschmöglichkeiten suchen.


  • Kellerassel


    zu Deiner Ausgangsfrage.


    M.E. wird in einem Kunstverein keine Kurse angeboten. Es geht um das fertiggestellte Bild.


    Genau, so hatte ich das gedacht. Mich hat interessiert, ob man es dort leichter hat an Ausstellungen zu kommen oder auch mal mitzuorganisieren.


    Und auch, ob jemand Erfahrungen hat, wie man aufgenommen wird, wenn man nicht studierter Künstler ist.

    Die Voraussetzungen zum Beitritt wird vermutlich von Verein zu Verein unterschiedlich sein.


    Ob man zwingend ein Kunststudium vorweisen kann.....ich denke nicht in jedem Verein. Auch autodidaktisch arbeitende Künstler können sehr gute, aussagekräftige Bilder erschaffen.

    M.E. geht es um die Qualität der Blder.


    hast Du schon mal ausgestellt? Im kleinen Kreis oder in Bibliotheken etc?

  • Danke für deine ausführliche Antwort. :thumbup:


    hast Du schon mal ausgestellt? Im kleinen Kreis oder in Bibliotheken etc?



    Nein, ich habe noch nix ausgestellt. Fühle mich auch noch nicht wirklich gut genug dafür. Aber ich habe noch Hoffnung, dass ich mal besser werde.


    Ich finde kleine Kunstausstellungen immer toll, wo mehrere Künstler zusammen ausstellen. Sowas würde ich gern machen. Leider sind das eben meist Kunstvereine, die sowas organisieren.


    Meine Babys (Bilder) einfach so irgendwo hinzuhängen ohne das ich oder jemand anderes aufpasst, geht für mich nicht. [kopf-schuettel] Dafür kenn ich Menschen leider viel zu gut und traue ihnen nicht über den Weg.


    Vielleicht ergibt sich ja was, wenn ich mich gut genug fühle. [hops]

  • Nein, ich habe noch nix ausgestellt. Fühle mich auch noch nicht wirklich gut genug dafür. Aber ich habe noch Hoffnung, dass ich mal besser werde.


    Ich finde kleine Kunstausstellungen immer toll, wo mehrere Künstler zusammen ausstellen. Sowas würde ich gern machen. Leider sind das eben meist Kunstvereine, die sowas organisieren.

    Kellerassel


    Ich denke, dass man an dem eigenen Gedanken „wann bin ich gut genug?“ verzweifeln und blockieren kann.


    Viele Büchereien, Krankenhäuser etc bieten die Möglichkeit die Bilder auszustellen. Damit könntest Du einen Einstieg finden.


    Nicht nur Kunstvereine machen Gemeinschaftsausstellungen, auch Kunstschulen, Dozenten von Kunstkursen etc. Es gibt unzählige Möglichkeiten, auch in einem kleineren Rahmen zu beginnen. *gg*


    Zitat

    Meine Babys (Bilder) einfach so irgendwo hinzuhängen ohne das ich oder jemand anderes aufpasst, geht für mich nicht. [kopf-schuettel] Dafür kenn ich Menschen leider viel zu gut und traue ihnen nicht über den Weg.


    Ich kann Deine Sorge nachvollziehen, aber sie ist unbegründet. Je nach Ausstellungsort ist entweder immer jemand anwesend oder man stellt grössere Formate aus, die niemand mitnehmen kann. [zwinker]


    Der eigene Fokus ist natürlich bei den eigenen Bildern, aber für andere Menschen ist es nicht so wichtig wie für einen selbst [zwinker]

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