Amazon Partnerlinks:  
 
 
 

Tusche und Feder

  • Nachdem ich nun stolzer Besitzer von drei Federhaltern, Federn und einem kleinen Gläschen Tusche bin, stellen sich mir einige Fragen, bei denen Ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt:

    • Aktuell habe ich ein kleines Fläschchen schwarzer, wasserfester Tusche (Koh-I-Noor) mit 20 g (ml wird wohl etwas weniger sein). Es sieht echt winzig aus. Wie weit komme ich damit. Lohnt es sich, später auf eine größere Flasche umzusteigen?
    • welche Vorteile bietet die wasserlösliche Tusche (außer dass man die Finger besser sauber kriegt). Ich will übrigens nicht mir Aquarell kolorieren!
    • Wie lange ist Tusche haltbar?
    • Sollte ich mir, um Verdünnungen (der Tusche natürlich) herzustellen einige kleinere, dichte Behälter zulegen?

    Das war's (erstmal). [halli-hallo]

  • Zu 1: Das kommt ganz drauf an wie viel du machen willst, aber generell kommt man mit einem kleinen Fläschchen schon recht lange aus. Also erstmal das fast leer machen. ;)
    Je nach Verschluss kann dir eine größere eintrocknen und dann ist sie hinüber, kannst sie zwar wieder mit Wasser auflösen, aber das wird nicht mehr wirklich was, es bleiben Klumpen drin, egal ob wasserlöslich oder nicht. Ist mir zu Beginn des Inktobers so gegangen, nachdem ich meine 15 Jahre (und ältere) Tusche aus der Schublade geholt habe. Damit ist auch 3 gleich beantwortet. Die die nicht eingetrocknet war, ist noch gut und das war wasserlösliche, ich glaube die Wasserfesten trocknen auch schneller ein, wenn der Deckel nicht hermetisch schließt. ;)


    Zu 2: Wasserlösliche Tusche (sowie auch die meisten Tinten) kann reaktiviert werden, wenn man sie vermalen will, wenn du mit Wasser drüber gehst fransen die Ränder z.B. schön aus, wenn du das aber nicht möchtest, wie man es oft nicht möchte, dass die Outlines verschwimmen, dann eben Wasserfeste Tusche nehmen, dann kannst du drum rum malen mit was du willst, es verschmiert nichts nachträglich. (Sie muss natürlich schon richtig getrocknet sein.)


    Ich habe keine Wasserfeste mehr da und meine Inktober Bilder sind bisweilen knifflig herzustellen, wenn ich die Outlines schon habe, dann aber doch mit verdünnter Tinte noch den Hintergrund malen will muss ich irre aufpassen die Linien nicht zu berühren, ich hab schon manches mal geflucht mir aber verboten neue zu kaufen. :D (Werde ich natürlich tun wenn ich weiterhin tusche.)


    Zur letzten Frage: Ja, ich habe eine Menge alter kleiner Tusche Flakons da, ich ich mit verschiedenen Verdünnungs- Stufen befülle. Kommt natürlich drauf an ob du überhaupt mit "grau" arbeiten willst.



    Ich hoffe das hilft dir weiter und viel Erfolg beim tuschen. :)

  • Herzlichen Glückwunsch zu Deinen Neuerwerbungen! Ich freue mich auf erste Kostproben Deiner Kunst. :D


    Zu Punkt 1


    Es kommt darauf an, was Du machen willst. Der Verbrauch hängt ja auch von der Größe der Zeichnungen ab. Ich bevorzuge Miniformate und schätze die extrem feinen und dünnen Linien, die mir eine Zeichenfeder ermöglicht. Dadurch ist für mich schon ein kleines Glas Tusche von 25 ml sehr ergiebig.


    Zu Punkt 3
    Ich habe keine Ahnung aber besitze noch ein Fläschchen meiner Schultusche aus DDR-Zeiten. Die kann ich immernoch benutzen. Ich schätze also, dass es da kein wirkliches Limit gibt.


    Zu Punkt 4
    Ich habe mir kleine verschließbare durchsichtige Becher besorgt. Das hat schon den Vorteil, dass ich mir den Federhalter nicht so versaue, wenn ich sehe, wie weit ich die Feder in in die Tusche tauche.


    Zu Punkt 2
    Wasserlösliche Tusche lohnt sich doch nur, wenn Du nach dem Trocknen noch mal korrigieren willst. Aber da ich diese noch nicht probiert habe, kenne ich mich da nicht aus. Ich bevorzuge wasserfeste Tusche.

  • Wasserlösliche Tusche lohnt sich doch nur, wenn Du nach dem Trocknen noch mal korrigieren willst. Aber da ich diese noch nicht probiert habe, kenne ich mich da nicht aus. Ich bevorzuge wasserfeste Tusche.

    Wasserfeste ist für die meisten Sachen auch die bessere Wahl. :thumbsup:


    Aber du sprichst da einen weiteren Punkt an: Das Korrigieren. Auch mit der wasserlöslichen funktioniert das nicht, hab ich schon oft probiert. :D
    Es löst sich nie mehr alles an, es verschwimmt nur. Korrigieren lässt sich mit Tusche recht wenig, übermalen mit Deckweiß oder anderen weißen Stiften oder abkratzen wenn das Papier sehr dick ist und die Tusche es nicht durchdrungen hat...
    Aber vielleicht bin ich da nicht auf dem neuesten Stand?!
    Vielleicht weiß hier noch wer mehr darüber? :huh:

  • ich verwende Tusche auch gerne.
    Der Unterschied zwischen Tusche und Tinte ist, dass Tusche aus Pigmenten und Bindemittel besteht und Lichtecht ist.
    Tinte besteht statt dessen aus Farbstoffen und diese sind meistens nicht Lichtecht.


    Punkt 1. Relativ lange, wenn du mit Feder zeichnest und nicht mit Pinseln ein Bild Colorierst, ca ein halbes Jahr schätze ich, wenn du viel zeichnest.
    Ich habe Tusche von Roher und Klinger und die hält sich schon seit ca.8 Jahren ganz gut.
    Wenn deine Tusche alle ist kanst du guten gewissen eine größere Flasche nehmen.
    Einige Tuschen neigen eher als die von Koh-I-Noor zum ausfransen.


    Punkt 2 Wasserlößliche Tusche hat ein anderes Bindemittel als Wasserfeste diese haben ein Acrylat.
    Und Acryl Basierte Farben und Tuschen ziehen aus Naturhaarpinseln das gesamte Rest Fett raus und die Haare werden dadurch brüchig und gehen kaputt.
    Wenn du mal eine Pinselzeichnung machen möchtest, entweder mit wasserlößlicher Tusche oder mit Syntetikpinseln, damit die guten Rotmarderpinsel nicht kaputt gehen.


    Punkt 3. ich schätze mindestens 10 Jahre, außer es handelt sich um echte Chinatusche die mit Leim gebunden ist oder welche mit Gummi Arabicum
    (z.B die in der Porzellanflasche die es bei größeren Künstlerläden gibt), die hält sich auch mit Konservierungsstoffen kürzer als Acrylbasierte Tusche.
    Ich habe so eine und die ist auch schon mindestens 6 Jahre alt und noch gut.
    Es gibt auch noch Schellacktusche aber da weiß ich die Haltbarkeit nicht.


    Punkt 4. Auf jeden Fall, mache ich auch immer. Achte darauf die Tusche dann mit desstilierten Wasser zu verdünnen, sonst riecht es nach einer Woche schlecht.
    ich gebe zu der tusche etwas Wasser damit die noch Schwarz ist, aber besser von der Feder fließt.
    Ich habe dafür kleine Marmerladen Schraubglässer mal gekauft und die halten dicht.


    Edit: wenn wir gerade schon bei Tusche sind, dann sind die Federn auch nicht weit.
    Ich zeichne gerne mit einer Glassfeder, weil die nicht kratzt und ich damit underschiedlich breite Striche hinbekomme.
    Mit was für Federn oder Pinsel zeichnet ihr gerne?


    Viel Spaß beim Tuschen ;-)
    Macarona

  • Wow - so viele und so detaillierte Antworten. Ich danke Euch, @FarleFinz, @lundi und @Macarona! - Was jetzt kommt, kennt Ihr wohl alle: üben, ein Gefühl für das Werkzeug bekommenund überlegen, wie ich das mit den unterschiedlichen Farben und Tonwerten in Striche und Punkte umsetzen kann.


    Gestern habe ich probeweise ein Zeichnung ins Skizzenbuch gesetzt und dann auch gleich die typischen Anfängerfehler gemacht: das Papier war denkbar ungeeignet (es saugte sich richtig voll), schlicht vergessen, dass die Tusche ja eine gewisse Trockenzeit braucht, und mit der Hand reingelangt - Fleck. :-(


    Das wird mir wohl nicht mehr passieren - hoffe ich.

  • Ich benutze zum üben meistens Briefpapier, da blutet es nicht durch.


    Tja, ich hatte schon mal die Steigerung davon geschafft, Tuscheglass umgeschmissen als ich mich gedreht habe.
    Zeichnung war dann auch hinüber. Glass war fast leer, der Fleck also nicht so groß.

  • @Macarona, wenn es nicht so eigenartig aussehen würde, hätte ich dir jetzt einen Daumen runter gesetzt. Tuscheglas umkippen ist ja die Sauerei schlechthin.

  • Es war ja ausversehen.
    Ich wollte nur schreiben, dass auch mir Missgeschicke passieren und ich nachvollziehen kann das es ihn Ärgert.
    Darf man sich hier nicht in andere Personen einfühlen und Verständniss äußern? ?(
    OT war ich auch nicht, Beleidigt habe ich auch keine, Unhöflich geschrieben auch nicht.
    Was dann ?(
    Ich bin gerade wirklich verwirrt.

  • @Macarona, ich glaube, ich habe dir jetzt auf die Füße getreten ohne das zu wollen. Bitte entschuldige, das war wirklich nicht meine Absicht. Eigentlich wollte ich damit nur deutlich machen, dass du vielleicht gedacht oder gesagt hast, so ein Mist, das mit dem umgekippten Glas musste jetzt nicht sein.
    Eigentlich war es als Einfühlen in deine Situation gedacht.

  • ich wünsche dir viel spass georg
    Mit tusche und feder...austesten. [mausi]


    Ich hätte da noch eine frage zu papier
    Was empfelt ihr da?
    Dicke?
    Kann mann iwo nachschauen wofür man welche feder brauchen kann?

    was nützt Talent ,wenn mann nicht das Herz und Geduld hat zu üben..
    Das wache achtsame Auge und das dazugehörige verrückte Hirn.. [hexenkueche]

  • Mir fällt gerade noch ein Tipp ein, der vielen helfen könnte, die mit Tusche, Tinte oder was auch immer hantieren wollen. Wahrscheinlich kennt ihr ihn alle schon, aber für mich war es sehr genial, auch wenn ich nur mit schwarzer Tinte hantiere und auch nur, um sie für mein alltägliches Schreiben in den Füller zu bugsieren.
    Auf jeden Fall:
    Kauft euch in der Apotheke ganz einfach Spritzen (ich hab eine für 3 ml) und (wenn ihr etwas sehr Dünnes befüllen wollt, sonst auch ohne) eine ganz dicke Nadel dazu (sieht sehr fies aus, aber Hauptsache die Tinte geht durch). Kostenpunkt waren bei mir ca. 20 Cent =O=O=O Damit kriegt ihr optimal alles Flüssiges Zeichenzeug von A nach B, und zwar ohne große Sauerei. Ich könnte mir auch vorstellen, dass man damit prima Wasserverdünnungen machen kann und das Verhältnis dabei sehr gut bestimmen kann. Man könnte ja sich z.B. sagen "bis 2 ml mit Tinte, den Rest mit Wasser auffüllen" oder so. Nach Benutzen einmal Wasser aufziehen und wieder raus spritzen und ein bisschen abtrocknen. Das "Einweg"-Set hat bei mir schon sehr lange gehalten.


    Aufbewahrungsempfehlung: Das "Tintenfüllset" nebst einem rußigen Teelöffel auf den Tisch legen, um Freunde, Nachbarn und Enkel zu erschrecken ;)

  • @Alphawoelfin

    Ich hätte da noch eine frage zu papier
    Was empfelt ihr da?
    Dicke?
    Kann mann iwo nachschauen wofür man welche feder brauchen kann

    SolJaraSol hatte diese Seite erwähnt


    https://shop.kallipos.de/de/produkte/feder-sortimente


    Dort findest Du viel Informationen.


    Ich habe mich für Federn entschieden, die Mangazeichner benutzen. Ich habe erst eine getestet, aber die zeichnet zügig, gibt gut Tinte ab und kratzt nicht/sehr wenig.


    Ich nutze o.g. glattes Papier, ich denke,dass man schon min. 160g wählen sollte.

  • Aufbewahrungsempfehlung: Das "Tintenfüllset" nebst einem rußigen Teelöffel auf den Tisch legen, um Freunde, Nachbarn und Enkel zu erschrecken

    [lol]


    Ich habe dafür lange Zeit eine Pipette benützt, da deren Gummi aber nun nach ca. 20 Jahren hinüber war, habe ich auch zu einer Spritze gegriffen, allerdings ohne Nadel, sondern eine ganz kleine, schlanke vom Hundeentwurmungsmittel oder so. :rolleyes:


    Aber ich denke über eine Nadel nach, WEGEN DEINEM TIPP -, die Gesichter wären sicher zu gut!
    Und schön dass du uns diesen Tipp gibst, genauso wie oben schon Macarona

    uns rät dass man desstilierten Wasser nehmen soll, war für mich selbstverständlich, weiß aber sicher nicht jeder. :thumbsup:


    Zum Papier: Ich hatte früher fast uneingeschränkten Zugang zu einem Druckerei Papierlager und habe daher nie welches kaufen müssen, kann also auch jetzt nicht sagen was man im Künstlerbedarf kaufen sollte, aber da kommt vielleicht noch eine hilfreiche Antwort von jemandem.
    Hier könnten auch die Marker Maler des Forums hilfreich sein, da es ja prinzipiell darum geht, dass das Papier nicht zu stark saugt und nichts verläuft, ich kenne mich selber aber nicht mit Markern aus.



    Ich kann nur von meinen alten Erfahrungen schreiben: Die meisten Offsetpapiere sind sehr gut für Tusche und Tinte geeignet.
    Grammatur je nach Größe, bis DINA 5 reicht mir sogar 100g. Bei größeren Formaten natürlich mehr und dazu noch die Art, ob man mit verdünnter Tinte malt, oder sogar mit Aquarellfarben koloriert, also je mehr Wasser desto dicker usw.


    Papierart: gut bis stark geleimte Papiere - unabhänig von ihrer Oberflächenstruktur,
    Besonders bei eher raueren Büttenpapieren muss viel Leim drin sein, wobei ich Bütten nicht zum zeichnen empfehlen würde sondern nur zum Kalliraphieren. (Aber da gibt es vielleicht auch andere Ansichten?)
    Damit landen wir bei den satinierten Papieren. Wenn es zu glatt wird (Hochglanzoffsetpapier / Fotopapier usw.) beleibt allerdings die Farbe zu lange stehen, dann ist die Gefahr groß das man irgendwann doch noch reintapst und sie verwischt und nach dem trocknen schillert auch die schwarze Tusche dann in allen Farben vor lauter Glanz. :D



    Warum ich die lange Rede hier schwinge ist mein Tipp: Wer eine Druckerei in der Nähe hat, könnte mal nach Anschnitt Resten von Papier und (Umschlags-) Karton fragen. Oft sind das nur Streifen mit 5 bis 15 cm, aber letzteres ist dann immerhin schon A5. (Das Zeug wird sonst eh nur entsorgt ist daher in der Regel kostenlos zu haben.)

  • Ich zeichne derzeit nur mit Indigo und Umbra-Tusche. Da ich nie weiß, ob ich schon genug Tusche an der Feder habe, habe ich die beiden Tuschen in kleinere Gefäße gefüllt.
    Rechts eine Dose von Boesner, links eine Dose von Drogerie Müller.

  • eine gute idee schaue mal bei müller ob ich sowas finde ...im winter kann ich dann damit üben. Braucht weniger platz als buntstifte :D
    Vielleicht macht es mir sogar dann spass..
    Dan pflastre ich euch mit übungen zu


    Brauche noch wasserfeste schwarze und weisse tusche ..am abend kann ich zuhause dann colorieren

    was nützt Talent ,wenn mann nicht das Herz und Geduld hat zu üben..
    Das wache achtsame Auge und das dazugehörige verrückte Hirn.. [hexenkueche]

  • Ich bin gespannt auf Deine Ergebnisse.


    --------------- 27. Oktober 2018, 17:16 ---------------
    Heute las ich, dass nur bestimmte Tuschen verdünnt werden könnten, wenn ich mich richtig erinnere, waren es die Tuschen auf Wasser oder Acrylbasis, die gepanscht werden können. Ist das so richtig?


    Und noch eins: wie pflegt und reinigt Ihr die Federn? Bei mir: zwischendurch in (anfangs) klarem Wasser und dann mit Küchenkrepp trocken. Wenn fertig , dann unter fließendem Wasser. Habe schon überlegt, sie ab und an in das Ultraschallbad zu legen...

Amazon Partnerlinks: