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Georgs Terraforming-Versuch - WIP (abgeschlossen)

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    • Georgs Terraforming-Versuch - WIP (abgeschlossen)

      Ich möchte mich einmal auf ein Experiment einlassen, das auch schief gehen kann. Viele von Euch haben die Entstehung ihrer Bilder hier schrittweise dokumentiert und gezeigt. Das möchte ich jetzt auch mal versuchen. Wobei... wenn's schief geht, habe ich alles versaut und stehe da in meinem kurzen Hemdchen.


      Zum Titel "Georgs Terraforming Versuch":

      Wikipedia sagt dazu: "Terraforming (entlehnt aus dem lateinischen terra und [lateinisch-]englischen forming für die „[Um-]Bildung zur [Ersatz-]Erde“ oder kurz „Erdumbildung“) ist die Umformung von anderen Planeten in bewohnbare erdähnliche Himmelskörper mittels zukünftiger Techniken."

      Ganz so hoch möchte ich jetzt nicht greifen, es reicht mir, wenn es als "Landschaftsgestaltung" verstanden wird. Ich werde auch keine Bagger oder Raupenschlepper benutzen, sondern meine Kohlestifte.
      Es geht um: die Gestaltung einer Landschaft in der Fantasie, so wie sie auch in der Natur vorkommen könnte. Fantasielandschaft ist vielleicht der falsche Begriff, denn was hier gezeigt wird, sind verdichtete Erinnerungen an andere Landschaften, die zu einem neuen Bild zusammengesetzt werden.
      Liebe Grüße
      Georg

      Meine KaKAO-Karten
      Alle denken an sich - nur ich denke an mich
    • Ich beginne meine Zeichnungen meist mit einer kommentierten Vor- oder Daumennagel-Skizze. Diese skizzen sind zwar meist größer als ein Daumennagel, aber es reicht, um eine Vorstellung zu bekommen, welche Elemente auftauchen und wie sie angeordnet werden sollen.

      Das habe ich hier auch versucht:

      _DSC7893.jpg
      (Bild 1)

      Die kleine Skizze hat eine Größe von etwa 100 * 60 mm und solle eine winterliche Landschaft darstellen.

      Jetzt wo ich es hier sehe, befürchte ich fast, man kann die Notizen nicht mehr lesen. Ich hatte geschrieben:
      • Levels
        1. Berg
        2. Bewaldeter Hang
        3. Näher liegender Hand
        4. Vordergrund
      • Der Berg soll deutlicher werden und nach unten abfallen (in Nebel auslaufen)
      • Für die Bäume mehr Struktur, Schnee
      • Der Abschluss der Bäume nach unten muss mehr durchdacht werden
      • Die Elemente des hintersten Hangs sind zu hoch (bzw. zu groß)
      • Der Weg, der vom Horizont nach vorne läuft, braucht vorne mehr Struktur
      Anhand der Skizze und der dazugehörende Notizen soll zunächst eine Arbeits-Skizze auf einfachem Papier folgen. Dann wird noch einmal kritisiert und es geht ins Finale.

      --------------- 8. November 2018, 15:13 ---------------
      Jetzt geht's an Eingemachte. Die Entwurfskizze soll in eine Zeichnung umgesetzt werden. Zunächst wird ausschließlich mit Zeichenkohle gearbeitet werden. Das Papierformat ist A4

      _DSC7894.jpg
      (Bild 2)

      Hier sind die ersten Striche gemacht. Der Himmel ist relativ dunkel "grundiert" - wird sich später noch ändern. Das Bergmassiv im Hintergrund ist angelegt und Strukturen wurden angedeutet. Der hintere Waldhang ist schon zu sehen, von dem vorderen wurde die Grundstruktur angelegt.

      _DSC7895.jpg
      (Bild 3)

      Alles wurde etwas mehr ausgearbeitet. Die Berge sind detaillierter und mehr schattiert . Die Struktur des hinteren Hangs wurde etwas detaillierter. Der vordere Hang wurde schon ein wenig mehr ausgearbeitet. Und der Weg wurde grob eingetragen.

      _DSC7897.jpg
      (Bild 4)

      Der Vordere Hang wurde detaillierter und an die Landschaft angepasst. Die Freifläche im Vordergrund ist jetzt gemäß der Landschaftsform schattiert. Langsam erkennt man - hoffe ich - wo es hingehen soll.

      Die nächste Folge demnächst in diesem Kino.
      Liebe Grüße
      Georg

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      Alle denken an sich - nur ich denke an mich

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Georg ()

    • danke für die einzelnen schritte
      Spannend wie du berge zeichnest
      Und weite ins bild bringst. :thumbsup:
      was nützt Talent ,wenn mann nicht das Herz und Geduld hat zu üben..
      Das wache achtsame Auge und das dazugehörige verrückte Hirn.. [hexenkueche]
    • Nachdem ich bisher höchstens 2-3 Stunden an einem Bild gezeichnet habe, bin ich jetzt mit drei Tagen schon rekordverdächtig lange unterwegs. Und ich meine festzustellen, dass es dem Bild gut tut, wenn es mal eine Nacht lang steht und "sacken" kann.

      Gestern Abend und heute heute morgen noch ein wenig weiter gearbeitet. Meine beste Kritikerin meinte, die Berge im Hintergrund seien zu dominant, zu dunkel. Und sie hat Recht. Die Luftperspektive geht kaputt dadurch. Dementsprechend waren die letzten Schritte vorwiegend ein Abdämpfen, partielles Aufhellen und durch gezieltere Setzung von Licht und Schatten plastischeres Gestalten.

      Ich setze mal den ersten Entwurf und den aktuellen Arbeitsstand nebeneinander:


      _DSC7893-2.jpg
      (Bild 1.1 - Ausschnittvergrößerung)
      _DSC7898.jpg

      (Bild 5)



      Mir wird (leider) erst jetzt klar, dass ich ein Problem habe: die beiden Bäume im Vordergrund sind sehr dominant, was aber grundsätzlich kein Problem ist. Was ich jedoch vorher nicht sah oder nicht berücksichtigt (?) habe ist, dass die Bäume aufgrund der Perspektive dort gar nicht stehen könnten oder dürften. Sie müssten sehr viel kleiner sein und sich mehr an die Hänge anpassen. Dazu kommt, dass der Laubbaum thematisch eigentlich überhaupt nicht in das Bild passt. Ich denke mal, dass ich von dem ersten Entwurf ziemlich abweichen muss. Entweder Bäume weglassen oder reduzieren.

      Was meint Ihr dazu?
      Liebe Grüße
      Georg

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      Alle denken an sich - nur ich denke an mich

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Georg ()

    • Das aufhellen gefällt mir
      Am berg und auch der weg
      Gute kritikerin
      Die berge wirken jetzt sehr schön

      Es gibt noch eine andere version
      Zb ein ast ins bild rein zeichnen
      die landschaft wirkt schon so für mich
      Sehr schön
      Sie hat schon verschiedene ebenen
      Die bäume würden mir jetzt den schönen bildeindruck nehmen.

      Für mich wenn ich vorne 2 grosse bäume mäche sind die so dominant und nah das ich den hintergrund nur noch andeute
      Oder eine bank ,ein tier dazu male
      Ich male meist einen grossen baum dann zuerst
      Den seine grösse bestimmt nähe /ferne
      Im ganzen bild

      Die bäume am hang sind für mich persöhnlich zu dicht Für winter
      Lärchen sträucher und laubäume verlieren ja blätter und nadeln
      Hoffe verstehst was ich meine
      Der schneehang an sich finde ich toll
      was nützt Talent ,wenn mann nicht das Herz und Geduld hat zu üben..
      Das wache achtsame Auge und das dazugehörige verrückte Hirn.. [hexenkueche]
    • Dankeschön, @Alphawoelfin!

      Mittlerweile habe ich fast Angst, durch eine unbedachte Änderung das Bild zu versauen. Deshalb habe ich das Foto des letzten Status ein paarmal ausgedruckt und versuche ich dort an Änderungen. Und erst wenn ich dort zufrieden bin, werde ich es ins Original übernehmen.

      Das Proble mit dem Vordergrund habe ich glaube ich mittlerweile gelöst. Lass Dich überraschen.

      Die zu dichten Hangbäume stehen bei mir noch auf der Liste. Das "Verfeinern" kommt spätestens dann, wenn ich von von der natürlichen Zeichenkohle auf Kohlestifte und/oder Reißkohle wechsle. Für solche feinen Details ist ist die natürliche Zeichenkohle nicht das richtige Werkzeug. Hier wird der Knetradierer Überstunden machen, bevor der Kohlestift Feinheiten andeutet. Das Problem ist, dass diese Bäume schon so weit weg sind, dass eigentlich kaum Details zu sehen sein dürfen. Aber wenn man ein klein wenig mehr Licht einbringt, kann die eine oder andere Struktur gezeigt werden.

      Den Schneehang möchte ich durch ein paar locker eingestreute Baum- und Sträuchergruppen auflockern und strukturieren.
      Liebe Grüße
      Georg

      Meine KaKAO-Karten
      Alle denken an sich - nur ich denke an mich
    • @Georg klasse das wir dir auch mal beim Malen über die Schulter schauen dürfen.

      Zusehen wie du ein Bild entstehen lässt , du dir vorher eine kleine Skizze macht und sie dann in Groß umsetzt , so habe ich es noch nie versucht .

      Ich male ja meisten gleich in der Größe wie ich das bild haben möchte .
      Das mit den zwischendurch das Bild zu kopieren habe ich auch schon mal gemacht , wo ich mir nicht sicher war , es hilft beim austesten. ;)
      Bis jetzt finde ich das bild sehr gelungen .
      Hast du schon mal überlegt einen Baum an der Seite im Vordergrund zu malen , so kann der Betrachter das Gefühl bekommen las würde er durch den wald auf die wunderschöne Berglandschaft schauen.
      :) Liebe Grüße Moni
      Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen,
      dessen bewusst , kann ich sagen:
      " So bin auch ich ."

      Monis handgemaltes , Monis Vogelwelt , Monis KaKao Karten
    • KleineMoni schrieb:

      @Georg klasse das wir dir auch mal beim Malen über die Schulter schauen dürfen.

      Zusehen wie du ein Bild entstehen lässt , du dir vorher eine kleine Skizze macht und sie dann in Groß umsetzt , so habe ich es noch nie versucht .

      Ich male ja meisten gleich in der Größe wie ich das bild haben möchte .
      Das mit den zwischendurch das Bild zu kopieren habe ich auch schon mal gemacht , wo ich mir nicht sicher war , es hilft beim austesten. ;)
      Bis jetzt finde ich das bild sehr gelungen .
      Hast du schon mal überlegt einen Baum an der Seite im Vordergrund zu malen , so kann der Betrachter das Gefühl bekommen las würde er durch den wald auf die wunderschöne Berglandschaft schauen.
      Die Vorarbeiten, @KleineMoni, sind eigentlich nur meiner Unsicherheit geschuldet. Mit einer Kopie des aktuellen Zustands zu arbeiten hilft mir sehr, weil ich weiß, dass ein unüberlegt gesetztes Element alles kaputt machen könnte. Und ich rede aus Erfahrung. Dannlieber solche Trockenübungen. Das ganze ist auch nur entstanden, weil Fehler in der Konzeptionsskizze waren, die nicht erkannt wurden.

      Das mit dem Baum im Vordergrund war jetzt gemein! - Das ist der Ansatz, den ich weiter verfolgen will.
      Liebe Grüße
      Georg

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    • Du ich mache ja auch "Trockenübungen" aber meisten nur auf einem Schmierzettel ,
      Ja die lieben eigen Ansprüche das macht uns so manches echt schon schwer , das kenne ich ja auch zu genüge.

      Das schöne gerade an diesem Bereich ist ja das man mal mit bekommt wie sich die anderen ihrer Bilder nähern und daraus kann man Unterarmständen auch für sich selber mal was Ziehen. ;)
      :) Liebe Grüße Moni
      Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen,
      dessen bewusst , kann ich sagen:
      " So bin auch ich ."

      Monis handgemaltes , Monis Vogelwelt , Monis KaKao Karten
    • In ganz kleinen Schritten geht es mit dem Terraforming-Projekt weiter.

      Die Waldstrecke des vorderen Hangs auf der linken Seite ist jetzt etwas strukturierter. Ich habe begonnen, einen Vordergrund einzufügen. Dazu wurde eine neue, zusätzliche Ebene eingeführt. Mit der Überschneidung am Weg bin ich noch nicht ganz einverstanden - vielleicht wird dieses Stück noch einmal geändert werden.

      _DSC7905.jpg
      (Bild 6)

      Der nächste Schritt ist der "ackte Hang auf der rechten Seite, er soll etwas mehr Struktur bekommen.
      Liebe Grüße
      Georg

      Meine KaKAO-Karten
      Alle denken an sich - nur ich denke an mich
    • Sieht schön aus. Das Einzige was mich stört ist der fette Strich in der Mitte der den Schatten zwischen der Schlucht darstellen soll in der Bildmitte. Ich hoffe es ist verständlich genug zur Erklärung. Der Strich ist mir zu dunkel.
    • die tannen mit schnee sind richtig toll
      Gefallen mir gut.
      Mir ist aber jetzt die hintere baumreihe zuviel
      Die würde ich durchbrechen
      Also unter berg
      Mir persöhnlich ist jetzt zuviel drauf
      Mit struktur sieht das schon links besser aus
      Aber wenn tannen vorne schnee drauf haben
      Würde ich das auch an die mittleren bäume anpassen
      Spannend zu sehen wie du aufbaust ..
      Ich fange immer zu vordest an und baue nach hinten auf ..
      was nützt Talent ,wenn mann nicht das Herz und Geduld hat zu üben..
      Das wache achtsame Auge und das dazugehörige verrückte Hirn.. [hexenkueche]
    • trialelmi schrieb:

      Sieht schön aus. Das Einzige was mich stört ist der fette Strich in der Mitte der den Schatten zwischen der Schlucht darstellen soll in der Bildmitte. Ich hoffe es ist verständlich genug zur Erklärung. Der Strich ist mir zu dunkel.
      Daneschön, @trialelmi! - Ja, ich sehe, was Du meinst. In dem Bereich bin ich noch gar nicht aktiv gewesen. Hier muss - neben dem Strich noch einiges sngepasst werden.


      Alphawoelfin schrieb:

      die tannen mit schnee sind richtig toll
      Gefallen mir gut.
      Mir ist aber jetzt die hintere baumreihe zuviel
      Die würde ich durchbrechen
      Also unter berg
      Mir persöhnlich ist jetzt zuviel drauf
      Mit struktur sieht das schon links besser aus
      Aber wenn tannen vorne schnee drauf haben
      Würde ich das auch an die mittleren bäume anpassen
      Spannend zu sehen wie du aufbaust ..
      Ich fange immer zu vordest an und baue nach hinten auf ..
      Danke für das Feedback, @Alphawoelfin!

      Die Reihenfolge des Zeichnens ist wahrscheinlich im Wesentlichen individuell. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass man mit Kohle meist oben anfängt - einfach um die Gefahr des Verwischens zu minimieren. Solange man nicht fixiert hat, kann ja fast alles geändert oder eben verwischt werden. Für die Größenverhältnisse gibt es ja die Vorarbeiten und Vorskizzen. Nur hat es diesmal nicht gepasst.

      Die hintere Baumreihe muss bleiben. Ich werde sie allerdings versuchsweise etwa abstumpfen und formmäßig anpassen.
      Liebe Grüße
      Georg

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    • Sehr spannend dir beim Aufbau des Bildes zuzusehen.
      Das Ergebnis kann sich bisher sehen lassen und bin neugierig auf die weiteren Schritte.
    • Neu

      Jetzt wäre fast genau das passiert, was ich von Anfang an befürchtet hatte: bei den letzten Schritten hätte ich es beinahe versaut. Ich hoffe ich konnte es noch retten.

      Der hintere Waldhang wurde in zwei Hänge aufgeteilt. Die rechte vordere Fläche wurde durch eine Baumgruppe und eine einzelne Fichte aufgelockert. Highlights wurde mit de Radierer freigelegt und die Strukturen im ganzen etwas ehr betont.

      _DSC7907-439.jpg
      (Bild 7)

      Damit ist das WIP abgeschlossen. Danke für's zuschauen und für Eure Kritik!
      Liebe Grüße
      Georg

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    • Neu

      Schön geworden und ein Thread der durchaus auch ein Kohle Zeichnung Tutorial sein könnte!

      Den hinteren Waldrücken (auch) zu durchbrechen hat dem Bild viel gebracht! Und die Schneebedeckten Bäume vorne links sehen nun noch besser aus.

      Ich hab zwar vor langer Zeit mal Pitt Monochrome Kreiden in den Farben schwarz, weiss, rötel, sepia, und Zeichenkohle gekauft, kann mich aber nicht erinnern, damit je was gemacht zu haben, daher habe ich eine Frage: Lässt sich das so gut wieder radieren? Oder nur die Kohle? Ich dachte zuerst du hättest die Highlights mit weiser Kreide drübergemalt ...

      Auf jeden Fall bekomme ich durch deine tollen Landschaftsbilder Lust das auch mal zu versuchen!
    • Neu

      Danke für Dein Lob, @FarleFinz!

      Das Radieren von Kreiden und Kohlen ist ein heikles Thema. Es hängt davon ab, wie glatt das Papier ist und wie intensiv man die Farbe aufs Papier gebracht hat. - Und natürlich mit welchem Radierer man herangeht. Wenn man nicht zu doll aufdrückt und zu rabiat verreibt, kann man recht gut radieren. Aber unter Umständen bleibt immer ein Schimmer zurück.

      Bei Zeichenkohle gilt nicht fest "je fester gedrückt, desto schwärzer", sondern man legt mehrere Schichten übereinander, wenn man es dunkler haben möchte. Soll es ganz dunkel werden, benutzt man Reißkohle; diese allerdings ist sehr schlecht zu radieren. Ich bin so vorgegangen, dass ich im wesentlichen zunächst die Flächen angelegt habe, die jeweils relativ einheitlich geschwärzt waren. Das Strukturieren der Fläche geht nachher so, dass man sie mit einem Tuch verreibt - und zwar das gesate Bild. Es bleibt nur noch ein leichter Kohleschleier zurück. Es wird noch einmal die Kohle aufgetragen. Sie wird jetzt schon dunkler. Spätere Glanzstellen lässt man außen vor. Man verwischt mit eine Estompen oder dem Finger. Sauberer Estompen/Finger hellt auf!

      Dunklere Stelle werden durch einen zusätzlichen Kohleauftrag behandelt, Glanzstellen mit einem Knetradierer bearbeitet.

      Nimmt man zusätzlich noch Kohlestifte für feinere Details, dann sollte das der letzte Schritt sein. Sie enthalten etwa Öl (minimal) und lassen sich nur schwer radieren.

      Solltest Du auf farbigem Papier arbeiten, brauchst Du i.d.R. für Highlights die Weißkreide. Sie sollte allerdings nicht (!) auf die Kohle aufgetragen werden, sondern nur auf freie unbemalte Stellen! Für das Radieren gilt: man kann nicht heller radieren, als die Frbe des Papiers ist.

      --------------- 12. November 2018, 18:24 ---------------
      Kleiner Nachtrag: das oben beschriebene Verfahren bezieht sich auf die Arbeit mit natürlicher Zeichnkohle (also angekohlt Zweige). Arbeitet man ausschließlich mit Kohlestiften, muss man ein wenig anders vorgehen. Meist lassen sie sich nicht zu gut verwischen, so dass man ehr oder weniger gezwungen ist, mit Schraffuren zu arbeiten.
      Liebe Grüße
      Georg

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