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Gesso und Pastell

  • Papier für Pastellzeichnungen vorbereiten


    Es gibt Papiere, die ausgesprochen gut für die Aufnahme von Pastellpigmenten geeignet sind. Und es gibt solche, bei denen es schade um die Kreiden wäre. Leider gehört die Mehrzahl meiner Paiere zu der letzten Gruppe. - Wie allgemein bekannt ist, bin ich ein Fan der Ladenkette die mit "Ac" anfängt und mit "tion" endet. Dort hat es zum Beispiel ein 300 g /m² Aquarellpapier. Das ist zwar herrlich steif, dick und unempfindlich, aber leider nur sehr bedingt fürs aquarellieren geeignet. Wenn man mit Pastell darauf zeichnet, ist spätestens nach der 2. Schicht Schluss. Für Kohle ist es sehr in Ordnung.


    Ich wollte aber darauf mit Pastell zeichnen.


    Ich habe mir schwarzes Acryl-Gesso besorgt und probeweise ein Blatt damit grundiert. Nach dem 2. Anstrich war das Blatt tiefschwarz. Unbedingt etwas unterlegen (alte Zeitungen), bevor man mit dem Grundieren loslegt. Man kann dies mit einem Schwamm, einem Pinsel oder einer Farbrolle erledigen. Nach meiner Erfahrung ist die Farbrolle perfekt. Nach einer ausreichenden Trockenphase habe ich begonnen, es mit Pastellkreiden zu bemalen.

    • Vorzeichnung in dezentem Grau - danach fixieren.
    • Die Flächen mit von der Tonung her dem dunkelsten Wert füllen - fixieren
    • Nach und nach hellere Tonwerte einbringen
    • Es wurde größtenteils verwischt, aber auch mit einzelnen Strichen gearbeitet.
    • Zuletzt wurden Highlights in Weiß aufgebracht. Es wurde danach nicht mehr fixiert.

    Dank der Grundierung mit Gesso konnte ich 5 Schichten problemlos anlegen. Selbst darüber konnte ich noch die weißen Highlights setzen. Durch den schwarzen Untergrund strahlen die Farben förmlich. Ich habe das Gefühl, dass es auch nicht so arg staubt wie sonst.


    Man muss natürlich nicht unbedingt schwarzes, man könnte auch weißes Gesso nehmen; man kann es sogar mit Acrylfarben beliebig einfärben. Hier das fertige Bild


    11143-dsc8085-452-jpg

  • Waldblume

    Wow, eine wahre Farbenpracht! Wenn die Farben dadurch so strahlen, wäre das auch für mich mal was zum Ausprobieren!

    die Luminance sehen auf schwarzem Tonzeichenpapier auch großartig aus :)


    Georg

    Du könntest statt wie ich mit Gesso zu arbeiten auch gleich schwarzes Tonzeichenpapier nehmen.

    Ich male auch gerne auf farbigen Tonzeichenpapier. Bei Schwarz würde ich vorher ein Test machen, ob das Fixierspray Flecken hinterlässt. Das ist wichtig, wenn man nicht auf der gesamten Fläche malt.

  • Hätte ich nicht gedacht, dass das so gut geht.

    Beim lesen der ersten Sätze dachte ich schon: Oh, oh, warum experimentieren, wenn man doch gleich (natürlich für mehr Geld als bei Action) "richtiges" für Pastell ausgelegtes Papier kaufen. Vor allem wenn man dann noch die Kosten für Gesso und den Aufwand/Sauerei dazu rechnet.


    Aber ich muss sagen das Ergebnis gefällt mir. Mir wäre die Methode aber zu aufwendig, und ich würde mir dann eher das passende Papier kaufen.

    Ich zeichne Pastelle irgendwie nie auf weißem Papier, ich habe nur farbige Pastellpapiere hier^^

  • Das ist wirklich ein richtig tolles Bild geworden. Die Motivwahl gefällt mir sehr und die Farben auch. Ich bin auch eher der faulere Mensch und würde gleich schwarzes Papier nehmen ;) aber dein Ergebnis lässt sich auch sehen.

    Danke das du uns dran teilhaben lässt. [doppel-daumen]

  • Danke Himmelblau , BlueThunder und brockel .


    Zu dem selbstgebauten Schwarzen Papier muss ich sagen, normalerweise nehme ich auch gleich schwarzes Papier. In dem Fall wollte ich einfach probieren, ob

    1. sich mit Gesso eine tiefe Schwärzung erreichen lässt und
    2. solchermaßen behandeltes Papier die gleichen strahlenden Farben bietet wie gekauftes schwarzes Papier. - Ich werde nun nicht hingehen und meine Papiere alle schwärzen.

    Aber ich kann mir vorstellen, dass ich mit weißem Gesso + Acrylfarbe nahezu jeden gewünschten Farbton und auch Verläufe aufs Papier oder die Leinwand bringen kann. Insofern hat der Test für mich durchaus Relevanz.

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