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Abgeschlossen: Georg... Häuslebauer (WIP)

Gruselwoche

  • Meist gehen die WiPs bei mir zwar schief, aber trotzdem möchte ich versuchen noch einmal eines anzustoßen.


    Der Grund ist ein einfacher: der 70. Geburtstag meines Schwagers. Es soll ein Aquarell werden. Sein ganzer Stolz ist sein Haus, das er zu großen Teilen selbst gebaut hat. Was liegt also näher, als ein Bild davon zu malen.


    Da es ein wenig weiter weg ist und ich mir nicht zutraue, das Haus nach der Erinnerung zu zeichnen, hat mir meine Nichte einige Bilder zur freien Verwendung geschossen.


    Also fange ich meinen WiP mit der Vorlage an:


    Original.jpg


    Vorlage Privates Archiv
    Photographin M. Posenauer
    Datum 13.07.2020, 13:10 Uhr


    Auf dem Bild sind einige Objekte, die ich so nicht übernehmen werde. Die Straßenlaterne werde abbauen, die Fahne wird eingeholt und der Mast abgesägt werden. Das kleine Bänkchen vor dem Haus... weiß ich noch nicht. Wie ich die Kacheln angehen werde, muss ich noch ausprobieren. Wahrscheinlich werden ich übertapezieren.


    Den Himmel werde ich wahrscheinlich anders gestalten. Die Sonne kommt von links oben. Ich hatte gehofft, es gäbe eine Tageszeit, bei der die Sonne von rechts käme, aber das ließe sich wahrscheinlich nur im Rahmen der Plattentektonik erreichen - und soviel Zeit habe ich nicht.


    Wie geht's weiter? - Zunächst werde ich versuchen, mich mit einigen Skizzen mit dem Motiv "vertraut" zu machen. Einige Besonderheiten in Detailskizzen herausstellen. Dann die Vorzeichnung und die Kolorierung.


    Einfach wird es für ich eher nicht werden. Architektur versuche ich normalerweise zu meiden, jedenfalls bei Malen und Zeichnen.


    Chips und Popcorn liegen rechts auf dem Tisch.

  • Popcorn ist nicht so meins, aber wenn du ausreichend Chips hast, bring ich einen Rotwein mit und setz mich mal dazu.

    Das Objekt gefällt mir, den Fahnenmast würde ich auch absägen, genau wie die Laterne.

  • Nach den ersten Übungs-Skizzen, stelle ich fest, es ist eine etwas schwierige Perspektive. Wie zur Hölle soll man da den richtigen Winkel treffen, Es scheint ich zu rächen, dass ich den Bereich Architektur bisher habe links liegen gelassen.


    Und wenn man das Ganze dann auch noch wiedererkennen soll, müssen Winkel, Abstände und Maße ziemlich genau stimmen. Auf was habe ich mich da eingelassen...


    Detailskizzen.jpg


    Technik Detailskizzen in Graphit. Versucht, ohne Radierer auszukommen. Klappt nicht. Wie man die Strukturenzeigen und aufbauen kann, ist noch nicht klar
    Papier NoName-Skizzenbuch, A4, 135 g/m²
    Zeit Etwa 3/4 Stunde
    Vorlage Photo, siehe ersten Post im Thread
    Kritik Gerne gesehen
  • Was hälst du von dem Vorschlag, das Foto auszudrucken, ggfs größer kopieren zu lassen und die Konturen auf dein Papier zu übertragen?

    Sowas ist nicht verboten und erleichtert die Arbeit ungemein, vor allem, wenn sie genau sein soll.

  • Ein schwieriges Objekt mit all den verschiedenen Dächer und vorbauten


    Genau das habe ich auch gedacht ..in Bildbearbeitung sw färben und ausdrucken ,dann hast du Grundlinien zur Orientierung


    Sonst 2 punkt fluchtpunkt perspektive

    Und vielen hilfslinien :/dafür Grundlinien Gebäude mit lineal auf ein durchsichtiges Blatt mit fineliner Zeichen fluchtpunkte bestimmen und durchpausen


    Auf Fälle eine tolle Idee ,bin sicher das wird ein tolles Aquarell

    Ich bediene mich der Chipps und stelle frischen Apfelsaft rein...

    was nützt Talent ,wenn mann nicht das Herz und Geduld hat zu üben..
    Das wache achtsame Auge und das dazugehörige verrückte Hirn.. [hexenkueche]

  • Elwas Gedanke war auch mein erster Gedanke. Warum sollte es nicht richtig sein, das wird doch oft gemacht. Wenn du die Konturen und wichtigen Stellen so überträgst, hast du wenigstens schon die richtigen Winkel. Die restliche Gestaltung und die Colo ist dann doch "deins".


    So wie es für mich auf dem Foto aussieht, ist es ja auch eine Schräge auf dem Boden vorhanden, was ich nochmal schwieriger finde als wenn es gerade stünde. Du musst es dir ja nicht schwieriger machen als es ist.


    Ich setzt mich mal zwischen Popcorn und Chips zwischen Elwa und frogger, bring noch Cola mit und warte mal, was du noch zeigst[popcorn] Bestimmt kann ich da noch was lernen, Architektur ist nicht so meins, außer Schneckenhäuser[traenen-lach]

  • Hallo Georg, ein schönes Haus hast du dir da vorgenommen. Im meinen ganz jungen Jahren wollte ich technische Zeichnerin werden. Zu diesem Zwecke habe ich ein Dauerpraktikum bei einer FA für Anlagenmechanik gemacht und dort am Reißbrett gestanden und Aufrisse und Draufsichten sowie Anlagen gezeichnet. Maßstabsgetreu.


    Du hast dir ein hohes Ziel gesteckt. Was Elwa vorgeschlagen hat, ist der leichteste und zeitsparendste Weg. Ich bediene mich öfter dieser Methode, denn ausser der Outlines, nimmt es dir nichts ab.


    Die Methode, wie ich sie gelernt habe, wäre das Bild zu vermessen, damit den Maßstab festzulegen und das Ganze dann Maßstabsgetreu mit Geodreieck und langen Linealen auf das Blatt zu übertragen. Hierbei muss man natürlich zuvor umgerechnet haben um das Motiv zu vergrößern.
    Ich persönlich würde da wohl 3-4 Stunden dran sitzen bis die Linien sitzen.

    Methode 3 die ich dir an die Hand geben kann ist mit Raster zu arbeiten.

    Du druckst dir das Bild aus und ziehst mit Bleistift oder Fineliner ein Raster drüber zB 2x2 cm.

    Um den Maßstab beizubehalten gehst Du auf dein Papier, je nachdem wie groß dies werden soll, mit 4x4 cm. Und zeichnet dann Rasterpunkt für Rasterpunkt ein. Auch dies dauert aber man muß nicht rechnen und legt lediglich ein Geodreieck an für die vielen sehr geraden Linien, damit sie im richtigen Winkel im Raster landen.


    Bleib am Ball, ich schnapp mir das Popcorn und drängel frogger etwas auf die Seite, um mich zu dir zu gesellen 😊

    Lieben Gruß

    Jana


    Da Vinci? Nie von gehört, macht der gute Musik?[tanz]:))

  • wieso nicht richtig ..

    Grundlinien mit Lineal auf durchsichtige blatt zeichnen das auch schon arbeit /Genauigkeit dann nochmal mit Lineal übertragen

    Das schon viel zu tun

    Dann noch das ganze colorieren


    Bei einem genauen Tierportrait überträgt man doch oft auch grundpunkte und Linien ,Merkmale

    was nützt Talent ,wenn mann nicht das Herz und Geduld hat zu üben..
    Das wache achtsame Auge und das dazugehörige verrückte Hirn.. [hexenkueche]

  • Ein Aquarellbild ist keine Architekturzeichnung.

    Georg, Du kannst zeichnen. *gg* Erfasse das Wesentliche, lege leichte Schatten an und male den Rest.

    Dein Schwager wird es wiedererkennen und sich darüber freuen.

    Danke - Himmelblau - genau da bin ich derzeit bei.


    Elwas Gedanke war auch mein erster Gedanke. Warum sollte es nicht richtig sein, das wird doch oft gemacht. Wenn du die Konturen und wichtigen Stellen so überträgst, hast du wenigstens schon die richtigen Winkel. Die restliche Gestaltung und die Colo ist dann doch "deins".


    So wie es für mich auf dem Foto aussieht, ist es ja auch eine Schräge auf dem Boden vorhanden, was ich nochmal schwieriger finde als wenn es gerade stünde. Du musst es dir ja nicht schwieriger machen als es ist.


    Ich setzt mich mal zwischen Popcorn und Chips zwischen Elwa und frogger, bring noch Cola mit und warte mal, was du noch zeigst[popcorn] Bestimmt kann ich da noch was lernen, Architektur ist nicht so meins, außer Schneckenhäuser[traenen-lach]

    Ich hoffe, Eure Vorräte reichen, denn heute wird's mit Zeigen nichts mehr werden.


    Fireplanet12 - Du hast recht: das Haus steht ganz leicht schräg zur Straße, schlimmer ist, dass es von einer schrägen Aufnahmeposition aus gemacht wurde. Der Straßenrand verläuft schräg und das Haus hat noch einmal einen schrägen Standort.


    Ob das oft gemacht wird, kann ich nicht beurteilen; ich will versuchen, die Erkennbarkeit frei zu zeichnen.

    Danke JanaB für Deine ausführliche Erklärung. Aber - sorry - das ist genau das, was ich nicht möchte. Himmelblau hat es schon richtig geschrieben. Genau wie bei einer Landschaft soll auf Unwesentliches verzichtet werden und nur das gezeigt werden, was für das Bild und seine Wirkung oder Aussage wichtig ist. Und das freihändig.


    Was fehlt oder nur angedeutet wird, ergänzt der Betrachter in seiner Phantasie - wenn ich es richtig gemacht habe. Es soll keine photorealistisches Bild werden mit genauer Entsprechung aller Maße. Beim ersten Herantasten geht es mir primär um das Verstehen des Motivs. Wenn ich eine Landschaft "verstanden" habe, kann ich sie in einem Rutsch runterzeichnen. Allerdings geht es dabei weniger um die Frage, Wie hoch, breit oder tief etwas im Vergleich zu anderem ist. Die Landschaft ist schon freier.


    Ich vermute mal, dass ich Morgen eine Tusche-Version anlegen werde. Ohne Schatten, Linien dürfen auch mal etwas schief sein. Wenn's gut wird, wird koloriert und fertig. Ich bin selbst gespannt, ob es klappen wird. Ohne Raster, Pergamentpapier und Lineal.


    Haltet mich nich für ignorant; aber ich versuche es morgen auf meine Weise. Und werde es auf jeden Fall hier zeigen.

  • Wie Himmelblau schon sagte, wird es ja ein Aquarell und keine „Foto“ Kopie des hier gezeigten Bildes. Da darf ruhig nicht jede Linie 100 prozentig richtig sein und kleine Details gern wegfallen.

    Ich persönlich finde aber den Winkel, in dem das Haus aufgenommen wurde, auch schwierig zu zeichnen. Vielleicht hast Du noch ein anderes Foto in einem leichteren Winkel zur Verfügung.


    Ich teile gern die bereitgestellten Chips mit Euch und stelle neben den Wein und die Cola noch etwas Bitter Lemon dazu. :-)

  • viele Wege... und Rom und so..... Ich mag die lose Art des Aquarells und nehme Platz mit Kaffee und zur Feier des Tages, trotz früher Stunde, Mandelplätzchen und bin gespannt. [maler]

    Bleibt gesund und liebe Grüße

    von Andrea [glueck]


    "Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist, Künstler zu bleiben, wenn man erwachsen wird." – Pablo Picasso

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