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Was ist Kunst?

  • Was ist für Euch Kunst?


    In dem Thema "Ist Kunst notwendig?" konnte ich viele verschiedene Antworten lesen.
    Viele von Euch verwenden den Begriff "Kunst" im Zusammenhang mit einer
    hohen Symbolik oder Aussage eines Werkes - andere sehen Kunst mehr im Handwerk,
    einer perfekten Technik oder in einer speziellen, individuellen Idee.
    Deshalb habe ich dieses Thema eröffnet.
    Es scheint so, als hätte der Begriff "Kunst" für Euch viele verschiedene Bedeutungen.


    Ab wann wird Handwerk zur Kunst?
    Wer darf entscheiden, ob Kunst oder nicht?

  • die frage ist nicht was ist kunst, sondern WANN ist kunst? prinzipiell kann nämlich alles kunst sein. kunst ist dann kunst, wenn jemand sagt, dass es kunst ist. tanzen zum beispiel ist auch kunst, denkt man darüber nach. man kommt zum entschluss, dass es gar nicht so falsch ist und vielleicht stimmt man sogar zu und jetzt könnte der / diejenige ab diesem zeitpunkt tanzen als kunst erachten und das nur, weil jemand ( in diesem fall ich) gesagt hat, tanzen sei kunst. klar was ich meine?

  • Zitat

    Was ist für Euch Kunst?


    Hmm, ich würd das mal so definieren. [keine-ahnung]
    Kunst ist die Erschaffung eines (oder mehreren) der eigenen Bedürfnisse entsprechenden Objektes, Gegenstandes und/ oder Projektes, in welchem sich die Leidenschaft und Genugtung eines jeden widerspiegeln kann,der ohne Verknüpfung auf Kritik und zuwiderliegenden Interessen diese zu seinem eigenen Ermessen klar beurteilen und wiedergeben kann.
    Klingt ganz schon doof, aber das trifft es eigentlich meiner Meinung nach. [pfeif]

  • Ahh, hätte mich auch gewundert, wenn es das Thema noch gar nicht gegeben hätte. :))


    Also: was ist Kunst überhaupt?


    Ich finde Kunst ist eine reine Definitionssache. Kunst ist für mich das Resultat eines kreativen Schaffensprozesses, bestenfalls mit einem Hintergedanken und einer Aussage.


    Einfach etwas aus dem Zusammenhang zu reißen, auf ein Podest zu stellen, sich eine Story dazu auszudenken und zu behaupten "das ist jetzt Kunst" ist für mich weniger Kunst, als Dreist (oder besonders clever, kann man ja sehen wie man will :)) ).

  • Grade so Shows wie "das Supertalent" sucht doch auch keine Talente, sondern Leute, die gewillt sind, sich in aller Öffentlichkeit zum Affen zu machen. [pfeif]


    Apropos Affe, das was die meisten da meinen als Talent bzw. Kunst präsentieren zu können... naja, ihr wisst schon was ich meine. ;D

  • Kunst hat keine greifbaren Grenzen, nur die subjektive Meinung jedes einzelnen, durch dessen Erwartungen und Gefühle könnte diese eingrenzen und zeichnet das sichtbare seiner Phantasie........


    ;D

  • hab den thread grad mal wiederentdeckt. ist ja jetzt auch ein bischen her seitdem der letzte post hier geschrieben wurde und muss zustimmen, dass es "einfach" ein "ergebnis eines kreativen schaffensprozesses ist". denn im endeffekt ist vieles, was man insbesondere in der zeitgenössischen kunst sieht, IRGENDETWAS. statuen aus halogenröhren (ist das schon eine installation??), riesige berge aus schrott (letzte documenta) und und und.


    so wie ich das momentan sehe, geht es einfach darum ETWAS zu MACHEN; kunst MUSS NICHT gut aussehen. ob man das was der und der macht dann respektiert, toleriert oder mag steht nicht zur debatte. ich finde auch man kann so genau keine antwort darauf geben; jedenfalls keine kurze, aber eine die einem essay gleiche.


    ich denke viele kategorisieren kunst nach der technik, mit der sie erzeugt wurde. für einige menschen ist nahezu nichts kunst, was nicht gemalt oder gezeichnet wurde..



    schwiiiieeeerige frage, aber das war/en mal mein/e gedankengang/ -gänge zum thema aktuell

  • Ich glaube, daß ich für einen Begriff von Kunst mindestens 150 Jahre zu spät auf diese Welt gekommen bin [pfeif] Ob es nun um Bildhauerei, Malerei, Literatur oder sonst etwas geht. Seit 1900 will ich das wenigste (ja, einige Ausnahmen mache ich da schon), was, mhm, "populär" geworden ist, als Kunst bezeichnen. Aber ich will anderen mit meinen Begriffen nicht auf die Füße treten, das ist gar nicht in meinem Sinne. Jedem das seine. Aber vermutlich ist dieses "Jedem das seine" auch schon zu typisch für unsere Zeit. Das ist irgendwie eine Zwickmühle.

  • Okay, habe gerade eine Doku zu dem Thema gesehen. Die war nicht sonderlich aufschlußreich, aber einer der interviewten Menschen, ein österreichischer Regisseur namens Niki List, meinte darin: "Ich glaube, daß es einem wirklichen Künstler gar nicht darum geht, ob er Kunst macht oder nicht. Der tut, was er tun muß." Das fand ich irgendwie ziemlich gut und ziemlich tröstlich, und ich denke, dabei bleibe ich bis auf Weiteres [rolle-rueckwaerts]. Damit kommt man um die Begriffe "Kunst" und "Künstler" ganz galant herum, auch wenn man sie in diesem Moment als Platzhalter benutzen muß... Wie seht Ihr das?

  • Ich denke der Begriff Kunst ist subjektiv, d.h. jeder definiert für sich selbst was er als Kunst ansieht und was nicht.


    Nehmen wir an zwei Menschen begegnen sich und der hat etwas hergestellt und der andere betrachtet es. Sobald sich ihre Definitionen überschneiden sind sie sich einig –> ‚Kunst’. Kommt ein dritter dazu (ohne Überschneidung) -> ‚keine Kunst’ usw. usw.


    Für uns selber beschreibt Kunst vermutlich etwas das wir gar nicht oder nur sehr schwer erreichen können es aber erreichen wollen. Dadurch kann sich der Begriff Kunst für den einzelnen auch verändern je nachdem was er dazu lernt oder was er verliert.


    z.B. das Heben eines Armes – Quatsch keine Kunst!! - Naja, ich hatte neulich einen Verkehrsunfall und konnte den Arm nicht mehr in alle Richtungen heben. Plötzlich fällt es einem auf wenn Andere diese Bewegung mit Leichtigkeit hinkriegen.


    Darüber hinaus denke ich, dass manche Menschen dann von Kunst sprechen wenn eine Gruppe von Menschen etwas als Kunst erachtet, d.h. eine Orientierung an einer ‚Kunst-Szene’.

  • Ja, das ist wirklich ein schönes Zitat... denn manche Künstler drücken sich durch Dinge aus, die für mich keine Kuns wären aber sie verarbeiten damit vielleicht etwas.
    Wie immer liegt es im Auge des Betrachters, und kann kaum auf einen allgemeinen Nenner gebracht werden [keine-ahnung]

  • so verschieden die Menschen sind, soviele Meinungen gibt es... ich respektiere Deine, sehe es aber anders!


    mir persönlich hat die Simpsons-Folge, wo Marge im Zeichenkurs Homer in geometrische Grundfiguren auflöst und ihn so 'konstruiert' mehr gebracht als das ewige Aktzeichnen in der Schule.


    ich habe zeichnerische Anatomiekenntnisse, bin aber nicht der Meinung, dass die zwingend vonnöten sind, um ein schönes Bild zu malen/zeichnen zu können! sind halt zwei verschiedene philosophische Ansätze... :P

    Danke für die Antwort.

    Ich vergleiche oft die Malerei mit der Musik.

    Wenn ich jetzt eine Gitarre in die Hand nehme und versuche darauf zu spielen, es kommt nichts gutes dabei raus. Warum? Weil ich es einfach nicht kann. Dafür muss ich schon viel üben und lernen. Ob ich dabei so gut wie Jimmy Hendrix werde? Das bezweifle ich. Mir fehlt Talent dazu.

    Genau so ist es bei malen. Viele "Künstler" glauben, es reicht schon einen Pinsel halten zu können um große Kunstwerke zu malen. Da wird schon Anatomie gerne über Bord geworfen. Weil es nicht so einfach zu erlernen ist.

    Genau aus diesem Grund mag ich keine abstrakte Bilder. Es ist wie ein Musikinstrument spielen ohne die Noten zu kennen. Jeder kann das, aber ist es dann "die Kunst"?

    Aber es bleibt letzendlich jedem selbst überlassen. ;)

  • DeGrafo


    ich sehe das wieder anders:


    bei der Musik nennst du als Erstes das viele Üben. ich denke, zuerst sollte man das Gefühl für den Ton erlernen, dass der nicht falsch tönt. da du ja Gitarre spielst, dürfte auch das korrekte Stimmen des Instruments ein Thema sein. MUSS MAN DENN SO GUT WERDEN WIE JIMI HENDRIX. ODER GENÜGT ES NICHT, WENN MAN SICH SELBST UND SEINEN FREUNDEN MIT EINEM LIED EINE KLEINE FREUDE MACHEN KANN? manchmal genügen auch Grundkenntnisse und vor Allem Kreativität. ich denke da auch an dissonante Musik, die ja dem Ohr nicht zwingend immer gefällt, aber dennoch respektable Musik ist.

    ich persönlich kann nicht Noten lesen, aber viele Leute (auch auf der Strasse) schätzen meine Musik, da ich mich auf lange Medleys spezialisiert habe und dabei auch die Töne treffe....


    so sind wir auch hier wieder einigermassen anderer Meinung. auch bei der Kunst. als zwanzigjähriger Recke hat mir abstrakte Kunst auch wenig gesagt. ich kann auch bis heute wenig mit einer 7x3m grossen, einheitlich rot gestrichenen Leinwand anfangen. heute frage ich mich aber, ob mir der Künstler damit was sagen will. und über abstrakte Künstler wie Kandinsky, Klee und Warhol müssen wir hier glaub keine Diskussion vom Zaun brechen?!

  • der Traumwanderer

    Aus meiner Sicht für die Kunst braucht man immer drei Zutaten:

    1. Kenntnisse

    2. Techniken

    3. Fantasie

    Fehlen die ersten beiden, entsteht abstrakte Kunst. Fehlt die letzte Zutat entsteht hyperrealismus, wo die Fotos einfach 1 zu 1 übertragen werden.

    Erst wenn alles zusammen passt entsteht die echte Kunst.

    Auf sinnlose Farbkleckse auf einer Leinwand kann ich verzichten. Es erinnert mich immer an das Märchen "des Kaisers neue Kleider". Nach dem Motto, wenn du es nicht verstehst, dann bist du dumm.

  • mit den 3 Punkten kann ich leben. allerdings können für mich die ersten beiden Punkte auch selbsterarbeitet (rein aus sich selbst generiert) sein...


    wie schon am Rande erwähnt, bin ich bei abstrakter Kunst schon auch ein wenig wählerisch. ;)


    e liebe Gruess,

    Remo

  • Deine Sicht der Dinge in ehren, aber das ist DEINE, und mal im ernst, die ist völlig und total indiskutabel für MICH.

    Die "echte Kunst" gibt es nicht, genauso wenig wie den "echten Künstler".

    Und wenn ich dich hier lese sind alle abstrakter Maler Stümper, weil die es ja nicht richtig können, darum abstahieren sie nur noch.

    Ich merke grade, das ich richtig sauer werde, darum besser Klappe halten, bevor ich meine gute Erziehung vergesse.

    Selten so einen Käse gelesen!!

  • Deine Sicht der Dinge in ehren, aber das ist DEINE, und mal im ernst, die ist völlig und total indiskutabel für MICH.

    Die "echte Kunst" gibt es nicht, genauso wenig wie den "echten Künstler".

    Und wenn ich dich hier lese sind alle abstrakter Maler Stümper, weil die es ja nicht richtig können, darum abstahieren sie nur noch.

    Ich merke grade, das ich richtig sauer werde, darum besser Klappe halten, bevor ich meine gute Erziehung vergesse.

    Selten so einen Käse gelesen!!

    Es gibt Künstler die es können und es gibt Künstler die für ihre Fehler oder Unvermögen Ausreden suchen.

  • Ich denke, Kunst hat weitere ganz wesentliche Inhalte, nämlich die künstlerische Freiheit - die für mich überhaupt das höchste Gut in dieser Sache ist - und auch die Toleranz!!!! Kenntnisse und Techniken kann man sich auf vielen Wegen aneignen, Fantasie ist sicherlich förderlich und hilfreich aber ganz wesentlich empfinde ich die Entwicklung eines ureigenen Stils!

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