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Buntstiftmarken im Vergleich

Weitergeleitet von „Polychromos“

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  • Vergleichstest zwischen den 3 gängigsten Marken und ihren Künstlerstiften hinsichtlich Abrieb, Deckkraft und Radierbarkeit.
    Faber Castell: Polychromos, Sanford: Prismacolor Premier, Derwent: Artists. Die getesteten Stifte sind in der Aufzählung rot markiert.
    Künstlerfarbstifte – Markenübersicht und Vergleichstest

    Wer öfter mal zu Buntstiften greift, wird bald merken: Stift ist nicht gleich Stift. Es gibt unzählige Marken und Hersteller mit verschiedenen Sortimenten, die auf die verschiedensten Bedürfnisse der Zeichner eingehen. Hier geht es heute um Künstlerbuntstifte. Diese unterscheiden sich von anderen „normalen“ Buntstiften, etwa für den Schul- oder Bürobedarf, vor allem in der Hochwertigkeit der verarbeiteten Pigmente, sowie der Deckkraft und dem Weichheitsgrad der Mienen.

    Grundsätzlich besteht ein Buntstift aus Pigmenten die mit Fetten oder Wachsen und Bindemitteln wie Kaolin oder Talkum zu einer Mine gepresst werden, und dann mit Holz ummantelt werden. Das schützt die Miene vor Bruch und hält die Finger sauber. Es gibt aber auch Vollminenbuntstifte.

    Je weicher ein Stift ist, desto fetthaltiger und wischfester ist er. Je fester man aufdrückt desto kräftiger wird der Abrieb, und umso schwerer kann man diesen Strich radieren.

    Eine Häufige Angabe bei Buntstiften, wie auch bei anderen Künstlerfarben, ist die Lichtechtheit. Sie besagt, wie sich die Farbe im Licht verhält. Etwa wie schnell sie bei direkter Sonneneinstrahlung ausbleicht. Dazu werden zwei Proben angelegt und eine davon in die Sonne bzw. eine sonnenähnliche Umgebung gehängt, das andere wird im dunklen gelassen. Nach 3 Monaten wird beides verglichen und dann eine Zahl von 0 bis 8 vergeben. Ab 6 spricht man von Lichtecht.

    Hier eine Übersicht über die bekanntesten Hersteller und Marken:


    Derwent
    Ein englischer Stifthersteller mit einem breiten Sortiment verschiedener Stifte. Nennenswert in der Sparte Buntstifte sind hier die Sorten:

    Coloursoft:
    Sehr weicher Abrieb, in rundem, rotbraunem Holz gefasst. Die Farbpalette umfasst 72 Farbtöne. Erhältlich ab einer Boxengröße von 6 Stiften. Ab 36 auch in Holzkisten lieferbar. Es gibt auch ein Set nur mit Hauttönen für Porträts.

    Artists
    Weicher Abrieb, aber auch gut spitzbar für Details. Ebenfalls im rundem Holz (Blaugrün) gefasst. Sie lassen sich gut übereinander legen und mischen. Es gibt hier 120 Farbtöne ab einer Setgröße von 12 Stiften.

    Studio
    Sie sind in sechskantigem, schwarzem gefasst und härter als die Artists, etwas für präzise Zeichnungen und Illustrationen. Hier gibt es auch wieder nur 72 Farbtöne ab einem Gebinde von 6 Farben.


    Drawing
    Eine spezielle Zusammenstellung von Stiften mit Naturtönen. Extrem weich und samtig zu vermalen, in rundem, braunem Holz gefasst. Gut geeignet für Naturstudien. Die Farbpalette ist hier sehr begrenzt, aber durchaus interessant für viele, die viele Erd- und Grautöne brauchen. Es gibt hier nur 24 Farben.
    Alle Stifte werden nur in Sets angeboten, einzeln habe ich sie noch nirgends gesehen.
    Preise z. B. 12er Set Artists ab 17,44 €


    (Artists im großen Holzkoffer)

    Inktense
    Tuschebuntstifte, die sich -ähnlich wie Aquarellbuntstifte- mit Wasser vermalen lassen. Die Inktense lassen sich allerdings nur einmal mit Wasser anlösen. Mehr über die Derwent Inktense.


    Faber Castell

    Führt als Künstlerfarbstift den Polychromo, ein beliebter Stift unter Künstlern. Er ist rund mit Holz ummantelt, das komplett in der jeweiligen Stiftfarbe eingefärbt ist. Sie sind weich im Abrieb und deckend, aber auch gut zu spitzen. Man kann mit ihnen laut Hersteller auch auf Holz malen.
    Das Sortiment umfasst 120 Stifte, die man auch einzeln erhalten kann, oder in Sets (Blech-, Papp oder Holzboxen; je nach Setgröße)
    Preis pro Stift ca.:1,41 €


    (mein Bestand an Polys, im Rollmäppchen)

    Albrecht Dürer Aquarellbuntstifte
    Hochwertige Farbpigmente und daher für Künstler bestens geeignet. Mehr über die Albrecht Dürer Aquarellbuntstifte von Faber-Castell.


    Lyra
    Der Künstlerfarbstift Rembrandt Polycolor ist in Naturholz gefasst, ebenfalls rund und ist in 78 Farben erhältlich. Auch er haftet laut Angaben auch auf Holz und Textil. Er ist ein günstigerer Vertreter als seine Konkurrenten.
    Preis ab ca.: 1,15 €


    Caran D’Ache
    Ein hochpreisiger Hersteller aus der Schweiz bietet Stifte auf hohem Niveau an:

    Pablo
    Sechseckiger, in Minenfarbe gefärbter Stift in 120 Farbtönen. Gute Deckkraft und Gleiteigenschaften sowie ein sparsamer Verbrauch werden vom Hersteller angepriesen. Erhältlich ab einem 12er Set für 20 €

    Luminance 6901
    Die Lichtechtesten Stifte auf dem Markt, und extrem strahlend. 61 der 76 Farbtöne haben die Lichtechtheitsstufe 8. Leider auch extrem teuer. In rundem, naturfarbenem Zedernholz gefasst.
    16 Stifte ab 44,52 € (!!!)


    Sanford
    Eine eher unbekannte Marke in Deutschland, und auch nur in wenigen Shops erhältlich. Wurden früher in Deutschland unter dem Namen „Karismacolor“ geführt und kommen aus den USA.

    Prismacolor Premier Softcore
    Extrem weiche Stifte mit sattem Abrieb und guter Mischbarkeit. Auch als Porträt-Set erhältlich. Mittlerweile gibt es 160 verschiedene Farbtöne. Sie sind rund gefasst und in ihrer Mienenfarbe eingefärbt. Manchmal schwer zu spitzen, wegen der weichen Miene. Es gibt aber einen extra Spitzer der Firma.
    Sets ab 12 Stiften sind ab 15,50 € zu haben.

    Prismacolor Premier Verithin
    Härter und mit einer dünneren Miene für scharfe Details. Wie fast alle härteren Stifte auch sechskantig gefasst.
    Nur 36 Farbtöne erhältlich, 12er Sets mit 9,90 € extrem günstig.


    Das 36er Set von Prismacolor



    Ein Vergleichstest
    Um einige der oben genannten Stifte besser einordnen zu können, habe ich einen kleinen Vergleichstest gestartet. Es handelt sich um die 3 Buntstiftsorten:

    Prismacolor von Sanford
    Artists von Derwent
    Polychromos von Faber Castell

    Die Testergebnisse habe ich auf Fotos festgehalten.
    Der erste Test zeigt anhand von 3 Grundfarben, wie sich die Stifte tonal abstufen lassen und wie deckend sie bei mehr Druck werden. Das Fazit steht jeweils unter dem Bild.




    Danach folgt mit dem gleichen Testblatt ein Radiertest. Es wurde mit einem Läufer Plast 0120 getestet. Wie bei allen Farbstiften lassen sich extrem fest aufgedrückte Farben bei keinem Stift vollständig entfernen. Der Prismacolor schmiert allerdings, der Derwent lässt sich fast rückstandslos entfernen, wenn nur sanft gemalt wurde.



    Der letzte Test zeigt die Deckkraft der Stifte auf schwarzem Papier (Canson Noir Block). Wie erwartet sind die Prismacolor extrem leuchtend, das gelb wird leicht in der Farbe verändert. Die Polychromos schneiden auch gut ab, decken zuverlässig und verändern kaum den Farbton. Überraschend sind für mich die Artists. Trotz der größeren Härte der Mine decken sie erstaunlich gut. Nur der von mir gewählte Rotton ist etwas kratzig und eher gedeckt im Ton.




    Abschließend kann man sagen, dass alle drei Produkte super Stifte sind. Jeder hat seine Vor- und Nachteile. Die Prismacolor sind sehr satt und kräftig bei hohem Druck aufs Papier, aber kaum sanft schummernd zu vermalen, oder eben nur mit viel Übung. Die Polychromos sind in beiden Kategorien gut, sie decken angenehm, man kann aber auch zart malen und Details ausarbeiten. Die Artists sind wunderbar für feine Naturstudien, sanfte Abstufungen und natürliche Töne.

    Entscheidet selbst! ^^

    4.872 mal gelesen

Kommentare 3

  • SIvra -

    Vielen Dank, ich finde es super toll, was man hier alles für Informationen bekommt, die super Hilfreich sind. Zum Anspitzen nehme ich auch immer einen Kurbelspitzer. Bis jest habe ich aber meist nur mit günstigen Bundstiften gemalt und mich an die Teureren nicht rangetraut, weil ich nicht entteuscht werden wollte. Aber nun nach deinem Artikel, werde ich mich wohl erst einmal für die Polychromos entscheiden.

  • BlueThunder -

    Vielen Dank! Den Test habe ich schon vor einem Jahr gemacht, aber hab ihn seit dem Umzug ins neue Forum nicht mehr gefunden^^. Ich mag auch alle 3 Stifte, jeder hat seine Vorteile :)

  • Elwa -

    Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast die verschiedenen Farbstifte zu testen.
    Ich arbeite mit allen drei Sorten, wobei ich Prismacolor und Polychromos in großer Anzahl habe, von Derwent nur wenige, allerdings die Colorsoft soft, die extrem weich sind.. Zum Anspitzen verwende ich grundsätzlich einen Kurbelspitzer, da er die Minen schont.

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