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Übersicht Mal- und Zeichenarten

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  • Eine Übersicht über die verschiedenen Mal und Zeichenarten, und die jeweilig verwendeten Materialien.
    Für nähere Informationen jeweils auf den weiterführenden Link klicken :)

    (Diese Übersicht wird fortlaufen ausgebaut)
    Gerade als absoluter Neuling gibt es oft sehr viele Fragen, die Themen übergreifend sind, oder auch Verwirrung über die große Anzahl der Materialien rund um eine Mal- oder Zeichentechnik.
    Diese Liste soll einen kurzen Überblick bieten, um sich schnell zurechtzufinden, auch in der Struktur des Forums.


    Malen oder Zeichnen?

    Der Unterschied liegt grob gesagt darin, ob ein Medium "nass" oder "trocken" zu verarbeiten ist. So gehören Bleistifte, Buntstifte, Pastell, Kohle, Rötel, etc. zum Zeichnen und Acryl, Öl, Gouache, oder Aquarell zum Malen. Es gibt auch Techniken, die nicht so einfach zuzuordnen sind, z.B. Marker oder das zeichnen/malen mit Tuschestiften. Der Stift an sich lässt an Zeichnen denken, das Medium ist aber eher "nass". Es lässt sich also bei dieser Definition nicht alles ganz klar trennen.


    Buntstifte/Farbstifte

    Diese Stifte sind in Holz gefasst, oder seltener als Vollmienen erhältlich. Buntstifte ist vor allem die Bezeichnung für gewöhnliche Hobbystifte oder solche aus dem Schulbereich. Farb- oder Künstlerstifte sind hochwertiger verarbeitet und enthalten mehr Pigmente. Farbstifte sind immer Wachs oder Ölbasiert, das heißt sie hinterlassen eine leicht fettige Schicht auf dem Papier und sind kaum zu verwischen. Mit Buntstiften kann man schnelle Skizzen aber auch sehr detaillierte und ausgearbeitet Bilder zeichnen. Vor allem die Technik des Verblendens (Schraffieren, Schummern, oder mit viel Druck schichten) bestimmt später den Charakter.

    Oft verwendete Marken sind hier : Polychromos von Faber Castell, Prismacolor Premier von Sanford und viele weitere.

    Hilfsmittel: Gezeichnet wird auf verschiedensten Papiersorten. Radieren ist begrenzt möglich, verwischen kann man mit speziellem Öl (z.B. Zest-it), Terpentin oder mit Blenderstiften (z.B. Splender von Lyra)


    Aquarellstifte

    Diese Stifte wirken wie Buntstifte, und sind auch im ersten Moment vom Malgefühl so. Diese Stifte sind aber wasserlöslich, enthalten also eine Miene, die Aquarellfarben gleicht. Man kann die Stifte auch nur trocken verwenden. Vermalt wird mit Wasser und einem Pinsel, oder einem Wassertankpinsel. Nach dem nass vermalen kann die Farbe teilweise wieder mit einem feuchten Pinsel (je nach Papier und Pigmenten im Stift) wieder angelöst werden. Die Bilder können von leicht vermalten Skizzen bis hin zu kompletten Aquarellen reichen, es ist ein sehr vielseitiges Medium.
    Als Papiersorten eignen sich hier dickere Papiere und natürlich Aquarellpapiere.

    Nennenswert sind hier die Albrecht Dürer von Faber Castell, Inktense von Derwent (nicht mehr wasserlöslich nach dem trocknen!) und...

    Hilfsmittel: Schwämme zum tupfen, Abdeckflüssigkeit (Maskierflüssigkeit), Salz für Strukturen etc.


    Pastellstifte


    Auf Grund der brüchigen Kreidemiene sind diese Stifte immer in Holz gefasst und sehr empfindlich. Sie enthalten kein Fett und sind auch nicht wasserlöslich. Vom Gefühl her sind sie deutlich kratziger, wie eben Kreide es auch ist. Der pulvirge Abrieb lässt sich bei rauem Papier schön Schichten und sehr fein ineinander verblenden. Das Ergebnis sind sehr sanfte, matte aber auch realistische Bilder, wenn man möchte. Als Untergrund werden vor allem farbige Spezialpapiere verwendet wie etwa Pastelmat von Clairfontaine, PastelCard von Sennlier oder Mi Teints von Lana.

    Pastellstifte gibt es von Derwent, Stabilo (Carbothello), Faber Castell (Pitt Pastell) und vielen anderen.

    Als Hilfsmittel zum verwischen gibt es Spezielle, ganz stumpfe Pinsel, oder Gummiwerkzeug, die Farben sind radierbar. Man kann die einzelnen Schichten mit einem Fixativspray fixieren.



    Bleistifte/Graphitstifte


    Der umgangsprechliche Bleistift besteht aus Graphit und ist fettfrei. Er wird in verschiedene Härtegrade unterschieden von meist 4H (hart) bis zu 8B (sehr weich) Je härter, desto heller ist der Bleistift. Bei zu festem Druck kann man damit Linien in das Papier drücken. Je weicher desto dumkler und schimmernder ist der Auftrag auf dem Papier. er ist dann auch leichter zu verwischen. Bleistifte sind perfekt für schnelle Skizzen oder feine Porträts bis hin zum Fotorealsimus.
    Es gibt sie in Holz gefasst, als Vollmiene, als Fallmienenbleistift, dick und dünn. Oder sogar als wasserlöslichen Graphitstift.

    Hilfmittel sind hier Radierer, Knetradierer zum tupfen, Estompen/Tücher/Wattestäbchen zum Verwischen, Spitzer etc.

    Besonders oft sieht man den Grünen Bleistift von Faber Castell, aber fast jede Künstlermarke bietet Bleistifte an ;)



    Kohle/Rötel/Sepia

    Diese fettfreien Stifte (gibt es aber auch in Kreidenform) ähneln Pastellstiften. Vor allem Kohlestifte haben einen ähnlich purdrigen Abrieb. Es gibt auch hier Härtegrade. Rötel gibt einen warmen, hellen Braunton ab, Sepia einen gedeckten dunklen Braunton. Mit diesen stiften kann man besonder toll Studien mit Tonwerten zeichnen. Am besten eigenet sich hier etwas raueres Papier, am besten leicht getöntes oder graues Papier.

    Es gibt sie meistens in Künstlersets, wo alle diese Sorten enthalten sind.



    Pastell(kreide)


    Pastellkreiden (oft nur "Pastelle") genannt sind Pigmente die mit Bindemitteln zu kleinen Kreiden gepresst werden. Man unterscheidet hier noch zwischen Soft- und Hartpastelle. Softpastelle sind immer rund gearbeitet und sehr weich. Sie enthalten wenig Bindemittel, sind sehr brüchig und geben daher in einem sehr weichen Verhalten Farbe auf dem Papier ab. Hartpastelle enthalten mehr Bindemittel, sind fast immer eckig und etwas dünner gepresst und verhalten sich, wie der Name sagt, härter und "kratziger". Sie sind ein guter Mittelweg zwischen den Softpastellen und Pastellstften, da man sowohl flächig als auch detaillierter zeichnen kann.
    Pastelle werden oft mit den Fingern verwischt und sind beim Zeichnen eher eine staubige Angelegenheit. Die Bilder an sich sind sehr empfindlich, da praktisch nur die Pigmente auf der Rauheit der Papiere haften. Man kann die Bilder mit Fixativsprays behandeln, diese können aber Farbe und Oberfläche des Bildes verändern (abdunkeln und verkleben).
    Gezeichnet wird oft auf farbigen Spezialpapieren, so wie es unter der Abschnitt "Pastellstifte" zu entnehmen ist.

    Hilfsmittel sind stumpfe Pinsel zum verwischen, Radierer, oder sogenannte Colorshaper, Pinsel mit Gummispitzen. Hartpastelle gibt es z.B. von faber Castell (Polychromo Kreiden) oder Conté.
    Softpastelle gibt es von Rembrandt, Sennlier oder für Einsteiger von Koh I Noor.





    Ölpastellkreide / Ölkreide


    Bei Ölpastellen ist das Bindemittel auf Öl/Wachsbasis. Sie sind vergleichbar mit den Wachsmalstiften der Schulzeit, nur das auch hier die Pigmente und Bindemittel höherwertiger sind im Bezug auf Brillanz, Deckkraft und Lichtechtheit. Gezeichnet wird auf Zeichenpapieren die eine leichte Struktur aufweisen, aber auch auf Zeichenkartons oder farbigen Papieren. Auf Grund des Wachses/Öls müssen die Bilder nicht fixiert werden, können aber auch schwer korrigiert und nicht radiert werden. Sie können mit Terpentin oder Ölen verwischt/vermischt werden.



    Acryl

    Acrylfarben bestehen aus Pigmenten, Bindemitteln und Lösungsmittel (auf Acrylbasis, daher der Name). Die Acrylbasis ist im nassen Zustand milchig und trocknet transparent aus, wodurch ein Farbunterschied zwischen nasser und trockener Farbe entsteht, den man beim Malen beachten muss. Acrylfarben sind wasserverdünnbar trocknen aber wasserfest und wasserabweisend auf. Die Trockenzeit dieser Farben sind sehr kurz. Man kann lasieren, mischen oder pastos arbeiten. Acrylfarben können auch mit Ölfarben, z.B. als Untermalung, verwendet werden.
    Gemalt wird auf Leinwänden, Malpappen, Holz oder starkem Papier. Diese Malart ist sehr vielseitig, man sieht viele abstrakte Werke aber auch Fotorealismus.

    Für das Acrylmalen gibt es unzählige Hilfsmittel: Neben verschiensten Pinseln, Spachtel, Malmesser auch Malhilfsmittel wie Trocknungsverzögerer, Strukurgele etc. Die Auswahl ist groß ;)



    Öl(farben)

    Malen mit Ölfarben ist eine sehr traditionelle Malweise udn gilt als Königsdisziplin. Die Farben bestehen aus Pigmenten und Ölen als Bindemittel. Man erhält sie in Tuben. Gemalt wird hier ebenfalls auf Leinwand, Holz oder Papier. Die Trockenzeiten sind hier sehr lang, je nach Einsatz von Leinöl als Malmittel und der Schichtdicke des Bildes. Nach Abschluss des Bildes folgt eine längere Trockenzeit und die Behandlung mit einem Firnis.
    Als Malmittel kommen Leinöl, Standöl und Terpentin zum Einsatz.


    Aquarell


    Aquarellfarben sind wasserlösliche Farben die in Tuben oder vergossen in Näpfen angeboten werden. Sie werden vor dem Auftrag mit einem Pinsel mit Wasser verdünnt. Es gibt verschiedene Techniken wie lavierend oder lasierend malen (Nass auf Trocken oder Nass in Nass). Gemalt wird auf Aquarellpapier, bei dem es eine große Auswahl von Dicken, Strukturen und Formaten gibt. Man kann auch Leinwände mit einem saugfähigem Kreidegrund grundieren und dann dort mit Aquarellfarben malen. Auch mit nicht saugenden Spezialpapieren können tolle Effekte entstehen.
    Durch den Einsatz des Wassers entstehen oft Strukturen udn Komponenten im Bild, die nicht zu 100% vom Künstler beeinflussbar sind. Auch der Einsatz der Wassermenge spielt hier eine große Rolle und Bedarf einiger Übung. Weiße Stellen werden durch Aussparen (=Freilassen des Papiers) oder durch das maskieren mit Abdeckflüssigkeit erzeugt.
    Mit verschiedenen Pinselformen können verschiedene Effekte erzeugt werden, oft werden Rund und Flachpinsel verwendet, sowie Wassertank oder Schlepperpinsel.

    Auch hier gibt es viele Malhilfsmittel, die Farbbrillanzen verändern oder andere Effekte erzeugen. Auch mit ungewöhnlichen Mitteln wie Salz, Alkohol oder Schwammtupftechniken kann man Strukturen im Bild erzeugen.




    Gouache

    Gouachefarben stellen eine Zwischenform von Aquarellen und Acryl/Ölfarbe dar, da sie beide Maleigenschaften vereinen: Man kann sie deckend und pastos verarbeiten oder wasserverdünnt lasierend. Nach dem Trocknen lassen sich diese Farben mit einem nassen Pinsel wieder anlösen, wie es bei Aquarellfarben der Fall ist. Gemalt wird vor allem auf Papier udn Pappe, aber auch auf Leinwänden oder Malpappen. Die Farben trocknen samtig matt auf.



    Marker

    Marker oder auch Layoutmarker sind Stifte, die äußerlich an Filzstifte erinnern. Die enthaltene Farbe ist aber auf Alkoholbasis, die es ermöglichen, noch feuchte Farben ineinander zu verblenden. Dies erfordert einige Übung, ergibt dann aber streifenfreie, saubere Übergänge. Diese Stifte werden vor allem im Bereich Design und Concept Art verwendet und mit anderen Medien kombiniert (Bleistiftskizzen, Tuscheskizzen oder Gouache-Highlights.
    Normales Papier ist zu saugfähig für diese Stifte, es geht zu viel Farbe durch das "ausbluten" der Stifte verloren, oder die Farbkanten fransen aus. Es gibt speziell beschichtetes Marker- oder Layoutpapier, das überraschend dünn ist. Farblose Blenderstifte können bei Übergängen zwischen Farbtönen helfen.



    Tuschestifte


    Tuschestifte erinnern an Fineliner, sind aber mit einer wasserfesten und meist lichtechteren Farbe ausgestattet. Es gibt sie in vielen Varianten, die sich vor allem in der Stiftspitze unterscheiden:
    ultradünn, dünn, breiter, mit Pinselspitze etc.
    Man verwendet hier stärkere Zeichenpapier oder Layoutpapier. Oft werden diese Stifte für Skizzen oder Outlines, also Konturen eingesetzt.



    Digital Art

    Digital Art bezeichnet das Zeichnen/Malen am Computer, Tablet oder dem Zeichentablet. Dabei entsteht das Bild also nur in Digitlaer Form durch die Verarbeitung der Daten, die per Mouse oder natürlich per Stylus über das Tablet eingegeben werden. Diese Feld ist sehr weit gefächert, denn mit den vielfältigen Programmen lassen sich Bilder in allen Varianten erzeugen: Sie können wie Ölbilder wirken, oder spontan wie Skizzen mit dem Bleistift. Ebenso können moderne Concept Art's oder Mangazeichnungen entstehen.

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Kommentare 1

  • Georg -

    Die Übersicht verspricht ziemlich komplett zu werden. Wenn es einmal fertig ist, wird es vergleichbares nicht geben.

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