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Pinsel

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  • Erklärungen rund um Pinsel.
    Bei kaum einem anderen Malhilfsmittel gibt es so eine große Auswahl, Vielfalt und Einsatzmöglichkeiten wie bei den Pinseln.

    Die Wahl des richtigen Pinsels ist wichtig, da er die Verbindung und vor allem die Übertragung der Vorstellungen des Künstlers auf den Untergrund seiner Wahl ermöglicht. Je nach Pinselart und Form können dadurch verschiedene Charakteristiken entstehen.


    Einteilung

    Pinsel werden zum einen nach ihrem Einsatzzweck eingeteilt: Aquarellpinsel, Ölpinsel, Acrylmalpinsel etc. oder nach ihrer Form: Rundpinsel, Flachpinsel, Fächerpinsel etc. Zudem gibt es von fast allen Formen/Einsatzzwecken noch Echthaar oder Synthetikpinsel.
    Das führt natürlich zu Überschneidungen, da man z.B. Rundpinsel ebenso in der Aquarellpinsel- als auch in der Acrylpinselabteilung findet. Prinzipell kann man sagen, dass sich die Unterscheidung nach den Malarten vor allem darin festmachen lässt, wie sich die Pinsel mit der jeweiligen Farbe verhalten sollen. Bei schweren Acrylfarben brauchen Pinsel z.B. eine hohe Spannkraft, um nicht gleich ihre Form zu verlieren. Letztendlich kommt es auch auf den eignen Geschmack an, wie der Pinsel sich mit der Farbe und auf dem Untergrund verhalten soll. Wenn es einem gefällt, kann man auch mit Acrylpinsel ein Aquarell malen :)


    Aufbau

    Pinsel gliedern sich in einen Griff, eine meist metallische Zwinge und in den Pinselkopf aus Haaren (=Besatz). Die Zwinge hält dabei die Haare zusammen und verbindet sich sicher und ohne Spiel mit dem Griff, der aus Kunststoff oder Holz bestehen kann.


    Unterschiede Echthaar zu Synthetikpinsel

    Echthaarpinsel bestehen oft aus Haaren von wieselartigen Tieren (Rotmarder = Mischung verschiedener Wieselhaaren, Kolinsiky-Rotmarder = Winterfell des Feuerwiesels, Fehhaare..). Es werden vor allem die langen Schwanzhaare der Wiesel verwendet. Des weiteren gibt es auch Pferde-, Ziegenhaar- oder natürlich Schweineborstenpinsel. Da die Haare für Pinsel besonders lang sein müssen um sicher in der Zwinge zu verbleiben, benötigt man die Haare mit Wurzel. Die Haare stammen dabei aus der Pelzproduktion oder Wildfang, oder natürlich aus der Verwertung der Felle aus Schlachtungen. Für Echthaarpinsel gelten keine Herkunftsdeklarationspflichten, da es sich nur um Haare handelt, wohingegen "Pelzprodukte" aus Haut und Haaren bestehen müssen. Man bekommt nur schwer heraus, woher und unter welchen Bedingungen die Haare gewonnen wurden.

    Echte Haare haben eine Schuppenstruktur und eine natürliche Spannkraft durch den dickeren Wurzelbereich und feine Spitzen. Viele Künstler schätzen die hohe Farbaufnahme der Echthaarpinsel. Wie das eigene Haar brauchen diese Pinsel auch etwas Pflege, daher empfiehlt sich das Waschen der Pinsel mit Pinsel- oder Kernseife, die ein wenig Rückfettung zur Erhaltung der Haarsturktur bietet.


    Hochwertige Synthetikhaarpinsel kommen mittlerweile sehr nah an die Eigenschaften der Echthaare heran. Durch das gezielte Herstellen kann hier auch die Spannkraft und Länge der Kunsthaare von vorn herein definiert werden. Hochwertige Kunsthaare besitzen wie echtes Haar verschiedene Zonen: stabile Längen und feine, teils sogar feinst verästelte Spitzen für die Aufnahme großer Farbmengen. Synthetikhaare benötigen keine Rückfettung, und sind daher etwas pflegeleichter. In den meisten Fällen sind sie auch preisgünstiger als Echthaarpinsel.



    Pinselformen


    Im Prinzip gibt es 2 Grundformen: Rund und Flach. Alle andere Pinsel lassen sich auf diese Formen zurückführen oder sind Abwandlungen davon.

    Feine Echt- oder Synthetikhaare eignen sich für gleichmäßige oder detaillierte Malereien, grobe/dicke Borsten eher für expressives, großflächiges Malen.



    Rundpinsel
    Sie sind die Allrounder, denn man kann je nach Größe Details aber auch große Flächen damit arbeiten. Sie gehören praktisch zur "Grundausstattung" und daher gibt es hier eine Riesenauswahl an Größen, Längen und Marken. Es gibt sie mit eher rundlicher Spitze oder einer sehr spitz auslaufenden Spitze. Ersteres meist für Acryl, letzteres oft für Aquarell.



    Flachpinsel
    Auch sie sind so zusagen Allrounder, da man schnell große Flächen aber auch Linien mit ihnen realisieren kann. Sie gibt es auch in extremen Größen, und vor allem großformatige Bilder zu malen.



    Katzenzungenpinsel
    Sie sind praktisch das "Zwischending" von Rund- und Flachpinsel. Sie geben bei flächigem malen keine so harten Kanten wie Fachpinsel. Vor allem für pastose Techniken werden sie gerne verwendet (Öl und Acryl).

    Schrägpinsel
    Ein Flachpinsel mit schräger Kante. Mit ihm kann man auch Punkte setzen, durch das spitze Ende in der einen Ecke.

    Französischer Aquarellpinsel
    Er ist unten sehr bauchig und oben sehr spitz. Dadurch nimmt er viel wässrige Farbe auf, die er bei Bedarf sehr exakt mit der Spitze aufs Papier abgeben kann, oder eben flächig mit dem ganzen Pinselkopf bei schräger Haltung.


    chinesischer Tuschepinsel
    Sehr weiche Haare, sehr flexibel. Bei mehr Druck verliert er seine Spitze Form und wird flächig.


    Schlepppinsel
    lange und dünne Haare können einen langen Strich ziehen, ohne dabei zu schnell keine Farbe mehr zu enthalten. Toll für Gräser oder Felldarstellungen ;)


    Fächerpinsel
    Fächert nach außen hin breit auf. z.B. für Gräser, fell oder aber auch frür das sehr sanfte verwischen zweier Farbschichten z.B. Acryl oder Öl.


    Lasurpinsel/Verwaschpinsel
    weiche Pinselform, damit keine kanten oder Linien hinterlassen werden. Z.B für weiche, wolkige Lavuren im Aquarell oder zum Verblenden.


    Stumpfpinsel / Pastellpinsel
    Rundpinsel mit geradem Abschluss. Zum tupfen, Schablonieren, oder wie im Bild zu sehen als Blenderpinsel für Pastell


    Schulmalpinsel
    Sind oft sehr weich und bei Kontakt mit Wasser/Farbe verlieren sie völlig ihre Form. Für mich kein Wunder, das viele Kinder mit diesen Pinsel keinen Spaß im Malunterricht haben :whistling:


    uvm.




    Pflege


    - wasserlösliche Farben mit viel Wasser auswaschen, Acrylfarben unbedingt im noch feuchten Zustand abwaschen. Bei Ölfarben benötigt man einen Spezialreiniger (Terpentinersatz).

    - mit Kern- oder Pinselseife die vom ausspülen verbliebenen Pigmente und Reste auswaschen. Dabei die Haare ruhig vorsichtig aneinander reiben.

    - Pinsel trocken schütteln und mit den Fingern wieder in Form bringen.

    - über Kopf(!) trocknen lassen (z.B. in Pinselständer). Nicht auf die Heizung legen!


    Lässt man Pinsel mit den Haaren nach oben trocknen, kann Wasser in die Zwinge laufen, dort das Holz aufquellen lassen und Rost an den Metallteilen versurachen. Beides kann dazu führen, dass die Zwinger locker wird, oder der Pinsel irgendwann haart.

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