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Farbstifte Verblenden

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  • 4 verschiedene Hilfsmittel zum verblenden von Farbstiften im Vergleich.
    Farbstifte Verblenden


    Das Mischen von Farbstiften untereinander gestaltet sich oft etwas schwieriger, da sich Öl- oder Wachsbasierte Stifte nicht einfach verreiben oder verschmieren lassen wie es bei Pastell- oder Bleistiften der Fall ist.

    Unerlässlich für einen gute Übergang ist aber die "Vorarbeit". Sieht schon der noch nicht verblendete Bereich unsauber aus, wird das Ergebnis nach dem Einsatz eines Mediums zum verblenden nicht gut aussehen. Es ist nicht möglich bei Farbstiften eine grobe Anlage einer Farbfläche zu arbeiten, die dann später einfach zu einer homogenen Fläche verblendet wird. :!:

    Bei einem sanften, geschummerten Auftrag ohne viel Druck legt man mit der ersten Farbe eine Schicht an, die zur nächsten Farbe hin sanft ausläuft. Mit der anderen Farbe macht man das gleiche in die andere Richtung, und dort wo sich die Farben überlappen, geht man vorsichtig mit der einen über die andere Farbe drüber. Je nach Intensität die man erreichen will, kann man dies in mehreren Schichten wiederholen. Ich persönlich finde dies bei sehr weichen wachsbasierten Stiften (z.B. Prismacolor Premier) schwieriger als bei ölbasierten (z.B. Faber Castell Polychromo)

    Man kann aber das Ganze auch mit sehr viel Druck machen, und erhält dadurch eine deckende, kräftige und sehr geschlossene Schicht. Auch hier kann man sauber ineinander veblenden. Besonders gut geht das bei wachsbasierten Stiften, ist aber auch bei ölbasierten kein Problem.

    Jetzt aber weg von den Grundlagen und hin zu den verwendenden Hilfsmitteln:


    1.) Prismacolor Premier Blender Marker

    Sieht aus wie ein Blender für Alkoholmarker und ist auch einer. Aber man kann auch Farbstifte mit alkoholbasierten Flüssigkeiten (wie z.B. Ölfarben auch --> Verdünnung) verblenden. Der Marker hat eine breite feste und eine spitze feste Spitze für große und kleine Flächen. Er riecht Marker-typisch nach Lösungsmittel, wenn man nah heran geht. Der Geruch verfliegt aber schnell.
    Bezugsquelle in meinem Fall: kuenstlerstift




    2.) Verdünnung

    Ich hab bis jetzt nur Erfahrungen mit dieser Verdünnung gesammelt: Sie ist eigentlich für Ölfarben, ist aber extra Geruchslos/reduziert (=odourless, engl.), was bei der Verwendung in Räumen super ist. Sie hat tatsächlich relativ wenig Eigengeruch für eine Verdünnung, aber Geruchslos ist sie nicht. Ich finde es aber durchaus ok. Ich trage sie auch dünn mit einem Pinsel über die Farbstiftschicht auf.
    Bezugsquelle in meinem Fall: bösner





    3.) Zest- it Pencil Blend

    Ölbasierter Blender, kommt in kleinen Plastikfläschchen oder in einer Dose mit einem getränktem Schwamm. Das Öl wird aus Orangenzesten gewonnen, und riecht daher auch ein wenig nach Orangen. Hergestellt wird Zest-it in Großbritannien. Man trägt es mit einem Pinsel oder einem Schwämmchen auf den kolorierten Untergrund auf.
    Bezugsquelle in meinem Fall: kuenstlerstift




    4.) Powder Blender

    Das Produkt ist für mich etwas ganz Neues, kommt aus den USA und nennt sich korrekt: "Brush and Pencil - Colored Pencil Powder Blender". In der Dose befindet sich 14 Gramm feinstes, weißes Puder. Der Staub sollte (wie bei allen feinen Stäuben) nicht eingeatmet werden, das Puder an sich ist aber ungiftig. Es wird mit einem weichen Pinsel oder einem Schwammaplikator aufgetragen, unter und über der Farbstiftschicht.
    Bezugsquelle in meinem Fall: kuenstlerstift




    Test - Anwendung

    Für den Test habe ich jeden Blender getrennt auf ölbasierten Faber Castell Polychromos und auf wachsbasierten Prismacolor Premier auf Bösner Skizzenpapier (A4 Block) aufgetragen. In beiden Fällen habe ich ähnliche Farbtöne gewählt. Rot/gelb ist geschummert, also ein dünner, nicht deckender Auftrag, blau/grün ist ein deckender Auftrag mit viel Druck:



    jeweils verblendet:



    Fazit:

    obersten Reihe (Blender Marker):
    sehr gutes Ergebnis für beide Stifte und beiden Auftragsarten, man hat eine mittlere Verblendung, so das man auch bei festen Auftrag der blau7grüntöne nicht alles komplett verschmiert.
    Der Blender nimmt etwas Farbe auf, die Spitze sollte man auf einem Schmierblatt danach kurz sauber malen.


    2. Reihe (Verdünnung):
    etwas stärkeres verwischen als beim Marker, gerade bei viel Druck kann es etwas schmieren, es bleibt dann auch viel Farbe im Pinsel (man sieht auf der rechten Seite habe ich den Pinsel kurz über das weiße Papier gezogen) Ergebnis ist eine sehr homogene Fläche, der Farbstiftcharakter verschwindet fast komplett.


    3. Reihe (Zest-it):
    gleiches Ergebnis wie oben, nur der Geruch ist schöner, nämlich nach Orangen :D


    Achtung! alle drei Varianten schlagen durch das Papier, gerade wenn man in meinem Fall mehrmals über die Stelle vorsichtig hin und her wischt (von hell nach dunkle und zurück, ca. 3-5 mal) Alle 3 Arten trocknen danach aber ab, sowohl vorne auf den Farben als auch das durchgeschlagene.


    letzte Reihe (Powder Blender):
    bei den Hinweisen steht, das es besonders gut bei ölbasierten Stiften funktioniert, und man sollte bei wachbasierten Stiften eine Schicht Puder unter (!) den Farbaufrag auftragen. Das habe ich bei diesem Test bewusst nicht gemacht. Es handelt sich bei dem Papier auch um ein sehr glattes Papier, ich denke das macht bei diesem Blender auch viel aus. Ich bin bei allen Übergängen jeweils mit einem Pinsel und dem Puder drüber gegangen (immer mehrmals, und hab alles schön verreiben)

    Man sieht, dass hier die Farben nicht leuchtender werden, sondern eher pastelliger. Das ist also schon ein anderes Ergebnis als bei den flüssigen Blendern. Und die Verblendung ist deutlich geringer, man sieht noch viel vom ursprünglichen Auftrag.



    Ich denke hier muss ich noch ein wenig rumtesten, da diese Art des Verblendens für mich neu ist. Gerade für Hintergründe fände ich dieses pastellige gut. Ich werde weiter berichten (anderes Papier, nochmal eine Schicht darüber malen und nochmal mit dem Puder verblenden etc...) :D


    Ich hoffe dass der Test einigen weiterhilft :) Viel Spaß beim selber testen!

    372 mal gelesen

Kommentare 4

  • AMK-Art -

    sehr guter Artikel !

  • Georg -

    Da hat sich aber jemand richtig Arbeit gemacht. Ein toller Artikel, der auf jeden Fall sehr hilfreich ist. Danke dafür

  • Chaoswolf -

    Bei den Polychromos gefällt mir das Test-it am besten.

    P.S. Leider kann ich den Eintrag nicht liken.

  • Monty -

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag – da wird mein Einkaufszettel für die Woche bei boesner noch etwas voller...;-)

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