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SbS: eine monochrome Landschaft zeichen

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  • ​Wer sich mit dem Zeichnen von Landschaften (real oder aus der Fantasie) beschäftigt, kann mit ein paar kleinen Kniffen viel Arbeit sparen und sein Bild wesentlich interessanter gestalten. Das folgende ist kein Lehrbuch, sondern basiert auf eigener, teils schmerzhafter Erfahrung.
    Die im folgenden gezeigten Skizzen und Zwischenschritte wurden mit Zeichenkohle erstellt. Gleiches wäre sicherlich
    auch mit Graphitstiften, Rötel oder anderen monochromen Techniken machbar.


    Vorskizze - die Ebenen des Bildes

    Üblicherweise unterscheidet man zwischen Vorder-, Mittel- und Hintergrund. Das ist eigentlich und meiner Meinung nach
    zwar berechtigt, aber viel zu wenig.Es sollte ein Grund - ich spreche lieber von Ebenen - für jede zusammengehörige
    Gruppe auf de späteren Bild soll eine eigene Ebene erstellt werden.



    An dieser Vorskizze einer Landschaftszeichnung habe ich die einzelnen Ebenen nach der Entfernung aufsteigend nummeriert.
    Ebene 0 (der Himmer) ist am weitesten Weg, Ebene 8 liegt als Vordergrund am nächsten.

    Wozu das Ganze? Um Tiefe in ein Bild zu bekommen, möchte ich weiter weg liegende Objekte heller zeigen als näher liegende;
    zumal, wenn sie gleichartig sind. Den Himmel lassen wir hier außen vor. Aber die Ebenen 1-3 sind Berge, die nach unten in
    Nebel auslaufen sollen.

    Wichtig bei der Konzeption einer solchen Skizze sind Diagonalen. Einfache waagerechte oder senkrechte Linien wirken lang-
    weilig. In das Bild führende Diagonalen geben Spannung und lenken den Blick des Benutzers.


    Die Ausarbeitung

    Ein wichtiger Grundsatz ist, mit der entferntesten Ebene zu beginnen. Jede Ebene wird komplett fertig gestellt. Rechtshänder
    beginnen oben links, Linkshänder entsprechend oben rechts. Damit reduziert sich die Gefahr, mit Hand oder Arm über bereits
    gezeichnete Flächen zu kommen und ungewollte Verwisch-Aktionen zu starten.



    Einige Ebenen sind hier bereits fertig. Der Baum rechts ist noch ausgespart.

    Wichtig: die Ebene übergreifende Objekte werden erst gezeichnet, wenn die betroffenen Ebenen fertiggestellt sind.
    Es ist leichter, auf die Ebenen draufzumalen, als um die Objekte herum zu malen. Die kleinen Nadelbäume links
    können gezeichnet werden, wenn die Ebenen 3, 4 und 6 beendet sind.



    Das gleiche gilt für die Tannen in Ebene 7. Jetzt bleibt nicht mehr viel zu tun.



    Das Wasser braucht noch Spiegelung und der Vordergrund etwas Struktur.


    Die Spiegelung - ein Trick

    Üblicherweise zeigen die Spiegelungen alle in eine Richtung - auf den Betrachter zu, bzw. auf den unteren Bildrand.
    Es wäre sehr viel Arbeit, wollte der Zeichner eine exakte Spiegelung einbringen. Eine Andeutung der Spiegelung
    ist meist viel effektiver; der Betrachter ergänzt das fehlende und hat ein harmonisches Bild.

    Zeichne ich mit Kohle oder Kreide, wird am Uferrand, an der Wasserlinie etwas mehr Pigment abgelegt, bei Graphit-
    Stiften nimmt man einen weicheren Stift. Dann zieht man das Pigment mit dem Finger, einem Estompen, einem Pinsel
    oder einem Papiertuch nach unten. Was genutzt werden kann, ist vom Papier und dem Malmedium abhängig.

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