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Step-by-Step:Federkleid eines Vogels mit Stiften

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  • Step-by-Step ,
    Anleitung zum gestallten der Federn eines Vogels mit dem , dementsprechenden Grundwissen.
    Step-by-Step: Federkleid eines Vogels mit Stiften

    Wenn man es geschafft hat, einen Vogel nach seinen Vorstellungen und Ansprüchen auf Papier zu zeichnen, möchte man ihn oft auch noch lebendig machen. Dies gelingt nicht nur durch Farbe, sondern auch durch Struktur.

    Mir hat dabei geholfen, dass ich mich genauer mit dem Federkleid eines Vogels beschäftigt habe. Und siehe da: Ja, ein Vogel hat fast am ganzem Körper Federn, doch sind es nicht alles die gleichen.

    Also erstmal zur Theorie:
    Ein Vogel hat am Kopf kleine Konturfedern mit einem hohen Daunenanteil, welche weich und flauschig sind.Daher schaut das Federkleid am Kopf bei den meisten Vögeln eher aus wie Fell.
    Kleine feine Federn, die ausschauen wie Fell, stellen wir durch ganz viele kleine Striche dar.
    Außer an den Flügeln und am Schwanz besteht das sichtbare Federkleid aus Deck- bzw. Konturfedern in unterschiedlichen Größen. Je größer die Deckfeder, umso fester ist sie. Durch die feste Struktur ist das Ende der Feder klar definiert.

    Bei den Flügeln kommen noch die einzelnen unterschiedlichen Schwungfedern dazu, die natürlich wesentlich länger, fester und spitz zulaufend sind.

    Wenn der Flügel also sichtbar ist, hilft es, erst die Kontur der Flügel zu zeichnen und dann die verschiedenen Reihen von „Decken“zu skizzieren. Anschließend kann man die einzelnen Federn zeichnen und modellieren. Sinnvoll ist es, zumindest die Schwungfedern darzustellen.

    Die Schwanzfedern sind meistens fester, länger und breiter als die Schwungfedern.

    Nun genug der grauen Theorie – es geht zur „Halbpraxis“!
    Die Materialwahl richtet sich bei mir immer nach der Größe des Papiers .
    Immer empfehlenswert ist aber starkes Papier oder Fotokarton. Denn ist das Papier zu dünn,
    könnte es reißen, und dann fängt man noch mal von vorne an.
    Falls man keinen Prägestift hat, ist das nicht schlimm: Stricknadel , Nagel oder Tuschespitze können ein Ersatz sein.Versucht vor dem Einsatz mit dem entsprechenden Gegenstand, einfach mal auf einem Blatt Papier Striche zu ziehen und so das Papier zu prägen. Sollte es reißen, kann man den gewählten Gegenstand über ein Metall-Schleifpapier ziehen, um ihn zu entgraten.
    Ab Din A4 geht es auch gut mit Pastellkreide und man kann meist auf einen Prägestift verzichten.

    Was ich nur jedem empfehlen kann, der einen Vogel malen möchte: Schaut euch die Tiere in natura an und beobachtet sie mal genau! Alternativ gehen auch Bilder im Netz – am besten nicht nur eines! So hat man die Möglichkeit, das Gefieder genau zu studieren und auch alles andere, was so einen Vogel ausmacht.
    Ich habe meistens eine Vorlage: entweder ein Foto von mir selber geknipst, ein freies Bild oder in Einzelfällen hole ich mir eine Genehmigung ein, dass ich ein bestimmtes Bild verwenden darf.

    Nun aber zur reinen Praxis:

    An dieser Stelle möchte ich euch Pit, den kleine dicken Spatz vorstellen!


    Er ist hier zu Lande mit seinen ganzen Verwandten unterwegs und daher ein tolles Model für ein Vogelbild.
    Pit hätte auch genug Platz auf einem Din-A5-Blatt.
    Vorab: Jeder hat seine eigene Art und Weise etwas zu zeichnen, bei mir ist es so:
    Ich zeichne mit einem Bleistift der Stärke B2 den Vogel freihändig ab, erstmal die groben Konturen mit kleinen feinen Strichen.
    So schaut dann Pit zum Beispiel als Skizze aus:

    Ich habe den ungefähren Verlauf der Federn mit kleinen Pfeilen eingezeichnet.
    Diese verschwinden natürlich nach diesem Foto wieder.

    Erstmale ich den Ast, von dem aus Pit zu euch schaut.
    Dann bekommt Pit seine Struktur, indem man die einzelnen Striche, die hinterher weiß bleiben sollen, mit einem Prägestift zeichnet. Bei dieser Größe des Vogels kann man es entweder über den ganzen Vogel so machen oder einzelne Bereiche wählen. Ich habe mich entschieden, den ganzen Pit vorzuprägen.
    Im nächsten Schritt sollte man überlegen, welche Farben man braucht. Der kleine dicke Spatz soll mit Buntstiften seine Lebendigkeit bekommen.
    Das Federkleid eines Spatzes ist weiß, beige, dunkelbraun und schwarz. Es ist ratsam, auch noch ein oder zwei Brauntöne im Zwischenbereich zu wählen.
    Ein Blick auf ein Spatzen-Bild verrät uns, dass der Bereich vom Schnabel, welcher gelb-braun ist, auf der oberen Hälfte schwarz ist und von daraus in dunkelbraun übergeht. Außerdem hat er um das Auge herum eine Art „Augenbinde“ in schwarz. Der Bereich darunter ist weiß bis beige.
    Um diesen Bereich zu gestalten, hilft ein feiner harter Bleistift (2H). Der Kopf wird nur mit kleinen feinen Strichen vom Schnabel an schwarz und ab der Hälfte wechselnd mit Braun in der jeweiligen Schattierung gemalt. Beim Malen erkennt man schon, wie die Struktur entsteht. Genauso, mit kleinen feinen Strichen, setzt man den Weg über den Nackenbereich mit Braun fort bin hin zum Ansatz der Flügel.

    Bei einem erneuten Blick auf einen Original-Spatz stellt man feste,dass der Brust- und Bauchbereich hell ist. Diesen gestaltet man mit Beige und einem 2H-Bleistift, für die Schatten kann man einen 2B-Bleistift gut benutzen.

    Pit und seine Verwandten haben schöne Flügel in verschiedenen Braun-Tönen mit Weiß und Schwarz. Es gilt nun, mit Hilfe der Kontur, den Flügel nachzuzeichnen, um die einzelnen Decken darzustellen.
    Dabei hilft es, sich auch mal vorzustellen, wie die einzelnen Federn aussehen, oder sie sogar mal auf einem Blatt zu skizzieren. So fällt es leichter, sie dann kompakt zu malen. Die Schwungfedern haben einen schwarzen Schaft und verlaufen nach außen zu hellbraun bis weiß.
    Mit diesem Wissen kann man über die vorgeprägten Flügel jede Feder einfach mit einzelnen langen Strichen über die Federlänge und somit den ganzen Flügel gestalten.

    Genauso bekommt man die Schwanzfedern hin. Dabei immer wieder auf Fotos zu schauen hilft, die Farben so zu gestalten, wie sie in der Natur sind. So sieht man, dass die dunkleren Federn einen anderen Farbverlauf haben: Sie haben einen braunen Schaft, werden erst hell und dann nach außen schwarz.

    Eigentlich könnte man Pit so lassen, doch muss man nicht –man kann ihn mit einen feuchten Stift (z.B.Fineliner) „aufpimpen“.

    Dies beispielsweise, indem man einzelne Bereiche der Federn mit den dementsprechenden Farben mit kleinen Strichen nach malt. Mit einen weißen Gelstift kommen die Glanzpunkte ins Auge.


    So ist mit etwas Aufwand, der sich meiner Meinung nach immer lohnt, der kleine dicke Pit entstanden.
    Nach diesem Prinzip kann man jeden Vogel malen.

    Viel Spaß dabei!

    P.S.
    An dieser Stelle ein ganz besonderes Dankeschön an Waldblume, [blumenstrauss]
    die bei diesem Beitrag mein Lektor war.
    Ohne Ihre Hilfe hätte das mit diesem Beitrag nicht geklappt.

    351 mal gelesen

Kommentare 4

  • FarleFinz -

    Super, das wird mir weiterhelfen! Danke. :)

  • Elwa -

    Das ist ein sehr guter Beitrag, in dem du anschaulich erklärst, wie ein Vogel in seinem Federkleid gezeichnet wird.

  • Waldblume -

    Es war mir eine Ehre!

  • SnowflakeAlice -

    Ooh, was für eine schöne Anleitung, die ich jetzt erst entdeckt habe! Toll beschrieben und man kann dir super über die Schulter schauen. Das Ergebnis ist natürlich wunderschön :)

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