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Radierer - nicht nur zur Fehlerkorrektur

  • Früher kannte ich Radierer nur als Werkzeug zur Behebung von Fehlern. - Dabei können diese Teile so viel mehr.

    Früher kannte ich Radierer nur als Werkzeug zur Behebung von Fehlern. - Dabei können diese Teile so viel mehr.



    Radierer-Typen


    Mehr oder weniger alle Radierer nach dem gleichen Prinzip: durch Reiben oder Drücken wird ein Teil des oder der gsamte
    Farbauftrag entfernt. Für Hardcore-Raierfreaks gibt es "Radiemesser" AKA Rasierklingen. Diese sollen allerdings hier nicht
    beachtet werden. Ich kenne Radierer in den Bereichen

    Ob sie auch bei anderen Techniken und Materialien zum Einsatz kommen, kann ich nur mutmaßen.


    Welche gibt es? - Da sind zunächst einmal die "klassischen" Rdiergummis, mehr oder weiger hart; durch Rubbeln über
    die Farbe wird sie mehr oder weniger komplett entfernt.


    Nach eine ganz anderen Prinzip arbeitet der Knetradierer. Entsprechend der zu bearbeitenden Fläche formt man einen
    Radierrüssel und tupft oder reibt vorsichtig über die Fläche. Beim Tupfen wird der Farbauftrag reduziert (es wird auf
    weißem Papier heller), beim Reiben kann ein lockerer Farbauftrag komplett entfernt werden. Dies wird ermöglicht durch
    eine gewisse "Klebrigkeit" des Knetradierers. Das Farbmaterial lagert sich an der Oberfläche der Knete ab und muss durch
    Verkneten nach Innen wandern. nach einiger Zeit ist der Radierer "gesättigt" und arbeitet nicht mehr.



    Radierverfahren


    Bis auf den Knetradierer arbeiten alle Radierer nach dem gleichen Verfahren: sie werden über die zu bearbeitende Fläche
    bewegt. Je nach Papier und Zeichenmaterial ist dabei äußerste Vorsicht geboten. Die Papierstruktur ändern mehr oder
    weniger stark. Ein späteres Übermalen kann zu unerwünschten Veränderungen kommen.


    Neben dem Radiergummi klassischer Art gibt es elektrische Radierer (z.B. von Derwent) mit Stromversorgung über Batterie
    und Präzisionsradierer (z.B. von Tombow).


    Beim E-Radierer wird ein runder Radierstick durch einen Motor in Drehung versetzt und nimmt dabei sehr gründlich den
    Farbauftrag ab. Beim Präzisionsradierer ist die Radierspitze (rund oder rechteckig) bis zu 2,3 mm klein, damit kann man
    natürlich sehr exakt arbeiten im Vergleich einem normalen Radiergummi .


    Der Hauptunterschied ist natürlich, dass beim Elektro-Radierer durch die Rotation der Gummi nicht hin und her bewegt
    werden muss, sondern auf der Stelle bleibt. Wenn man das Gerät etwas abwinkelt, kann man auch sehr präzise arbeiten.


    Der Präzisionsradierer muss auf der Malfläche hin und her bewegt werden.


    zeichnen-forum.de/wcf/index.php?attachment/6718/


    Beide Geräte schließen sich nicht aus, sondern sind eine willkommene Ergänzung zum normalen und Knetradierer. Sie
    sind allerdings weniger geeignet für großflächige Rardierarbeiten, obwohl der Derwent dazu verführt. Wichtig: die
    Radiersticks sind wechselbar.


    Je nachdem was man radieren möchte greift man zu dem geeignetsten Werkzeug.



    Radierarbeiten

    Die Korrektur von Fehlern ist wahrscheinlich der häufigste Einsatz für einen Radierer: beseitigen von Hilfslinien, Korrektur
    von Fehlern sind ohne Radierer nur schwer vorstellbar.


    Es gibt Techniken bei denen ein Blatt oder Blattbereiche mit Graphit-, Kohle- oder Rötelpuver grundiert werden. Mit dem
    Radierer werden dann vorsichtig Bereiche freigelegt, in denen dann die Papierfarbe wieder zum Vorschein kommt. Andere
    Bereiche werden durch Nachbearbeiten mit Graphit, Kohl, Rötel oder Farbstifte hervorgehoben. - Dies im einzelnen hier
    auszuführen, würde wohl zu weit führen.


    Alle Radierertypen sind für ein fortgeschrittenes Arbeiten mit Nicht-Tinte-Stiften fast unverzichtbar.

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